Worum geht es:
Der Stadtteil Recklinghausen-Süd ist bereits seit vielen Jahren ein Schwerpunktraum der Stadtentwicklung in Recklinghausen. Städtebauliche Mängel und soziale Aufgaben treffen hier in besonderer Intensität aufeinander. In der Vergangenheit hat die Stadt Recklinghausen, auch mit Hilfe der Städtebauförderung, umfassende Maßnahmen zur Bewältigung dieser Aufgaben und zur Steigerung der Lebensqualität in Recklinghausen-Süd umgesetzt.
Das Ausmaß der strukturellen Probleme, zwischenzeitliche Veränderungen der Rahmenbedingungen und neue bzw. sich verschärfende Herausforderungen (z.B. Strukturwandel im Einzelhandel, Klimawandel, Mobilitätswende) machen die Begleitung und Unterstützung des Stadtteils weiterhin erforderlich. Die Planungsgrundlagen hierzu sind entsprechend zu aktualisieren und an die neuen Erfordernisse anzupassen.
Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Recklinghausen beschlossen, ein neues Integriertes Stadtentwicklungskonzept (kurz: ISEK) erarbeiten zu lassen.
Prozess ISEK Bochumer Straße - Weitere Informationen
Mit dem Beschluss zur Neuaufstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (kurz: ISEK) für das Untersuchungsgebiet Bochumer Straße im Jahr 2018 wurde die Grundlage für den Aufbau einer Entwicklungsperspektive des zentralen Quartiers entlang der Bochumer Straße gebildet. Bis Ende 2021 wurde daraufhin eine umfangreiche Analyse als erster Baustein eines ISEK erarbeitet. Mit der jetzigen Konzepterstellung wurde das Büro plan-lokal aus Dortmund im November 2022 beauftragt.
Im Fokus der Erarbeitung steht daher die Entwicklung städtebaulicher Aufwertungsmaßnahmen, um das Nebenzentrum Bochumer Straße attraktiver zu gestalten. Innerhalb der Quartiere entlang der Bochumer Straße werden hierbei vier Bereiche intensiver betrachtet:
• Ausgestaltung der Bochumer Straße unter den Gesichtspunkten Mobilität, Gestaltung und Klimaanpassung
• Aufwertung des Ortsmittelpunkts Theodor-Körner-Straße / Bochumer Straße und des Umfelds
• Aufwertung und Belebung des Neumarkts
• Funktionale Ausrichtung der Marienstraße
Beteiligung der Öffentlichkeit
Ein wesentliches Kennzeichen eines jeden ISEK ist es, dass es unter Mitwirkung der Quartiersbevölkerung, privater Akteur*innen und Politik erstellt wird. Dies ist im Prozess in drei Prozessabschnitte aufgeteilt:
• Onlinebeteiligung mit der Möglichkeit der Bürger*innen Ideen und Anregungen zu Anfang in den Prozess miteinbringen
• Öffentliches Forum um Maßnahmenvorschläge zu diskutieren und fehlende Idee miteinzubringen
• Onlinebeteiligung mit der Möglichkeit der Bürger*innen Maßnahmenvorschläge zu kommentieren und fehlende Idee zu ergänzen
Plan-Portal - Onlinebeteiligung Phase I – Ergebnisse der Ideen und Anregungen aus der Bürger*innenschaft: Beteiligungszeitraum März bis April 2024
Der erste Beteiligungsschritt fand durch eine Online-Beteiligung zwischen März und April 2024 statt. Ziel war es, das örtliche Wissen und die Alltagsperspektive der Bewohner*innen, Verkehrsteilnehmer*innen und Stadtteilnutzer*innen in die Bewertung der Ausgangssituation einzubeziehen.
Mit über 600 Einträgen wurde diese Möglichkeit außerordentlich gut genutzt. Die Hälfte dieser Beiträge bezog sich auf Aspekte der Mobilität, auf einzelne Gebäude und das Stadtbild insgesamt – ein deutlicher Hinweis an die Planer*innen, wo aus Sicht der Bevölkerung die wesentlichen Aufgaben in Süd liegen.
Öffentliches Forum zu den Maßnahmenvorschlägen
Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Onlinebeteiligung haben die Planer*innen von plan-lokal in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Maßnahmenvorschläge entwickelt.
Ein zentraler Punkt ist die Sanierung und Umgestaltung der Bochumer Straße nach Fertigstellung der A43-Baustelle. Auch öffentliche Plätze und Gebäude sollen aufgewertet werden. Einige Ideen betreffen auch private Immobilien. Diese könnten nur zusammen mit den Eigentümer*innen umgesetzt werden.
Die Maßnahmenvorschläge und Projektideen wurden der interessierten (Süder) Bevölkerung im Rahmen eines „öffentlichen Forums“ am 18 Juni 2024 vorgestellt und gemeinsam mit dieser diskutiert.
Im Mittelpunkt des Abends stand eine Diskussion, in der die Teilnehmenden an sogenannten „Themeninseln“ mehr über die Maßnahmenideen für verschiedene Teilbereiche erfahren und diese gemeinsam mit den Planer*innen diskutieren konnten. Dabei ging es thematisch vom Bürgerhaus Süd bis zum Neumarkt, von der Bochumer Straße bis zur Marienstraße.
Außerdem konnten viele weitere Maßnahmenvorschläge in einem abschließenden „Gallery Walk“, wie in einer Ausstellung angeschaut und kommentiert werden. Der Abend endete mit einem kurzen Rückblick auf das Diskutierte und einen Ausblick auf den weiteren Prozess.
Die Ergebnisse des öffentlichen Forums können hier eingesehen werden:
Plan-Portal - Onlinebeteiligung Phase II – Diskussion der Maßnahmenvorschläge. Beteiligungszeitraum Juni bis Juli 2024
Für alle, die nicht am öffentlichen Forum teilnehmen konnten oder sich nach der Veranstaltung noch einmal in Ruhe mit den Vorschlägen beschäftigen wollten, wurde von Juni bis Juli 2024 zeitgleich eine zweite Online-Beteiligungsphase auf Webseite PLAN-PORTAL gestartet. Dort können weiterhin alle Infos und Maßnahmenideen und die Kommentare der Bürger*innen, im Internet einsehbar.
https://www.plan-portal.de/recklinghausen-sued-II
Die Ergebnisse des der zweiten Online-Beteiligungsphase können hier eingesehen werden:
Weiterer Prozess
Nach dem Ende der Beteiligungsphasen wird plan-lokal das Entwicklungskonzept fertigstellen und zur politischen Beratung vorlegen. Das ISEK Bochumer Straße soll abschließend durch den Rat beschlossen werden um auf dieser Basis Fördermittelanträge zu stellen und erste Maßnahmen umzusetzen.
Kontakt
Für Fragestellungen zum PLAN-PORTAL:
Büro plan-lokal
Lea Heer
Tel. 0231/95208326
E-Mail: lea.heer(at)plan-lokal.de
Ansprechpartner der Stadt Recklinghausen für allgemeine Fragestellungen zum ISEK Bochumer Straße:
Thomas Schramme, Abteilung Stadtentwicklungsplanung
Tel. 02361/50-2365
Weitere Informationen und Materialien
Dokumente:
Öffentliche Beteiligungsformate:
Politische Beschlüsse in chronologischer Reihenfolge: