Wohnungsversorgung und Wohnberechtigungsschein

Das Sachgebiet "Wohnungsversorgung" der Stadtverwaltung Recklinghausen hat verschiedene Aufgabenbereiche:

  • Überprüfung des Endtermins „öffentlich gefördert“ bei Eigenheimen bzw.  Mietwohnungen, nachdem die gewährten Wohnungsbaufördermittel zurückgezahlt worden sind. 
  • Erteilung von Löschungsbewilligungen für Grundbucheintragungen
  • Sie können beim Sachgebiet einen Zinssenkungsantrag stellen, wenn Sie für Ihre Wohnung oder Ihr Haus öffentliche Mittel erhalten haben.
  • Sie können beim Sachgebiet einen Wohnberechtigungsschein erhalten, wenn Ihr Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet.
  • Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Sozialwohnung im Rahmen der in Recklinghausen frei gemeldeten Wohnungen
  • Sowohl Vermieterinnen und Vermieter als auch Mieterinnen und Mieter können sich bei Problemen, die die Ermittlung oder Höhe der Kostenmiete der geförderten Wohnungen betreffen, an das Sachgebiet "Wohnungsversorgung" wenden.

Informationen zum Wohnberechtigungsschein (WBS)
Ein wichtiges Instrument zur gerechten örtlichen Versorgung Wohnungssuchender mit Sozialwohnungen, die unter Einsatz öffentlicher Mittel geschaffen worden sind, ist der Wohnberechtigungsschein (WBS).

Der WBS wird erteilt, wenn das anrechenbare Einkommen der Antragsteller und ihrer Angehörigen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet. Rechtliche Grundlage ist Paragraph 13 des Gesetzes zur Förderung und Nutzung von Wohnraum. In dem Wohnberechtigungsschein werden die zum Haushalt zählenden Familienmitglieder namentlich aufgeführt und es wird die maßgebliche Wohnungsgröße angegeben.

Nettoeinkommensgrenzen/angemessene Wohnungsgröße

  • für einen Einpersonenhaushalt im Jahr: 18.430 Euro bis 50 qm
  • für einen Zweipersonenhaushalt im Jahr: 22.210 Euro bis 65 qm oder 2 Räume

Für jede weitere Person erhöht sich die Einkommensgrenze um 5.100 Euro.
Für jedes zum Haushalt gehörende Kind ist die Einkommensgrenze um den Kinderzuschlag von 660 Euro zu erhöhen. Für jede weitere Person erhöht sich die Wohnfläche um einen Raum oder 15 qm.

Einkommensermittlung
Für die Berechnung des Jahreseinkommens ist regelmäßig das Jahreseinkommen des vergangenen Kalenderjahres zu Grunde zu legen. Es ist in den Fällen zu Grunde zu legen, in denen sich die Einkommensverhältnisse bis zum Stichtag nicht geändert haben und sich in den zwölf Monaten ab Antragstellung voraussichtlich nicht ändern werden. Bei dauerhaften Änderungen der Einkommensverhältnisse werden anstelle des Vorjahreseinkommens die aktuellen Einkommensverhältnisse auf ein fiktives Jahreseinkommen hochgerechnet.

Einkommen
Zum Einkommen zählen (nicht abschließend):

  1. der steuerfreie Betrag von Versorgungsbezügen (Paragraph 19 Absatz 2 Einkommensteuergesetz (EKSTG))
  2. Bezüge, die von nicht zum Familienhaushalt rechnenden Personen gewährt werden (Paragraph 22 Nr. 1 Satz 2 EKSTG)
  3. die den Besteuerungs- und Ertragsanteil übersteigenden Teile von Leibrenten (Paragraph 22 Nr. 1 Satz 3 EKSTG)
  4. das Arbeitslosengeld I (Paragraph 32 b Absatz 1 Nr. 1 EKSTG)
  5. die ausländischen Einkünfte (Paragraph 32 b Absatz 1 Nr. 2 uund 3 EKSTG) und
  6. der vom Arbeitgeber pauschal besteuerte Arbeitslohn (Paragraph 40 a EKSTG).

Zum anrechenbaren Einkommen zählen nicht (nicht abschließend):

  1. Ausbildungsvergütungen eines haushaltsangehörigen Kindes im Sinne des Paragraphen 32 Absätze 1 und 3 bis 5 EKSTG 
  2. Einkünfte einer zu betreuenden Person, die hilflos im Sinne des Paragraphen 33 b Abs. 6 Satz 3 EKSTG ist.
  3. Elterngeld
  4. Krankengeld
  5. BAföG-Leistungen
  6. Blindengeld

Pauschale Abzugsbeträge:

Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens werden folgende pauschale Abzüge vorgenommen:

  • 12 Prozent für die Leistung von Steuern vom Einkommen
  • 12 Prozent für die Leistung von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • 10 Prozent für die Leistung von Beiträgen zur Krankenversicherung

Dies gilt auch, wenn Leistungen an ähnliche Einrichtungen mit entsprechender Zweckbestimmung geleistet werden.

Anrechnungsfreie Beträge:

  • 665 Euro Pflegestufe I oder ein Grad der Behinderung von 50 bis unter 80 Prozent
  • 1.330 Euro Pflegestufe II oder ein Grad der Behinderung von 80 bis unter 100 Prozent
  • 2.100 Euro Pflegestufe I oder II mit einem Grad der Behinderung von unter 80 Prozent
  • 4.500 Euro Pflegestufe III oder ein Grad der Behinderung von 100 Prozent oder häuslich pflegebedürftig mit einem Grad der Schwerbehinderung von 80 bis 100 Prozent

Unterhaltsleistungen:

  • bis zu 4.000 Euro für Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen für eine haushaltsangehörige Person, die auswärts untergebracht ist
  • bis zu 8.000 Euro für Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen für eine/n nicht zum Haushalt rechnende/n dauernd getrennt lebende/n bisherige/n Ehegattin/Ehegatten oder Lebenspartner/in
  • bis zu 4.000 Euro für Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen für eine sonstige, nicht zum Haushalt rechnende Person.

Höhere Unterhaltsleistungen sind nur anrechnungsfrei, wenn sie in einer Unterhaltsvereinbarung, einem Unterhaltstitel oder Bescheid festgestellt werden.

Kosten eines Wohnberechtigungsscheins
Für die Erteilung des Wohnberechtigungsscheines ist eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 20 Euro zu entrichten. Die Gebührenschuld entsteht gemäß §11 Landesgebührengesetz NRW bereits bei der Antragstellung, demnach ist auch bei einem ablehnenden Bescheid die Verwaltungsgebühr in Höhe von 20 Euro zu entrichten.

Ein Verzeichnis über örtliche Wohnungsgesellschaften finden Sie hier. Eine Übersicht über Wohnungen, die den Belangen von Seniorinnen und Senioren gerecht werden können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Ansprechpartner und Formulare
Ihre Ansprechpartner finden Sie hier.

Asyl: Fragen und Antworten

Helmut-Pardon Sporthalle

Die Zahl der Asylsuchenden ist gestiegen. Die Stadt Recklinghausen ist gesetzlich verpflichtet, Asylsuchende unterzubringen und zu betreuen. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir für Sie zusammengefasst. Mehr

Veranstaltungskalender

Zur Veranstaltungssuche

Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP)
BIP Logo
Das Alter oder auch Behinderungen bringen oftmals Einschränkungen mit sich, die Betroffenen sind auf Unterstützung und Hilfe in ihrer Lebensführung angewiesen. Das Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP) bietet Ihnen kompetente Beratung an. Mehr
Ordnungsamts-Fragen von A bis Z

Stadthaus A
Von der Autowäsche bis zum Zigarettenstummel: Hier finden Sie Informationen des Ordnungsamts zu häufig gestellten Fragen. Mehr

Abonnieren Sie unsere Seite

RSS-Symbol
Sie als Nutzer können unsere Seite kostenfrei abonnieren. Wenn neue Meldungen auf der Startseite oder den weiteren sechs Hauptseiten erscheinen, erhalten Sie die Meldungen auch sofort. Mehr

Rundgänge und Führungen
Frau mit Fernglas
Lernen Sie Recklinghausen kennen. Wir haben verschiedene Rundgänge und Führungen für Sie im Angebot. Mehr
Ehrenamtlich engagieren

Paritaetische Netzwerk
Das Netzwerk Bürgerengagement bietet Information, Beratung, Vermittlung, Unterstützung und Vernetzung in den Bereichen Freiwilligenarbeit und Selbsthilfe für den Kreis Recklinghausen an. Mehr