Projekte

  •  Orchesterreise 2016
  • Geburtstagskonzert 2015
  • Klangblüten 2014
  • All for one 2014

  • Orchesterreise 2013
  • Jubiläum 2010
  • Orchesterreise 2009
  • Peer Gynt 2009
  • Zechenblühn'n 2007

 

Orchesterreise 2016

Foto Orchesterreise

Eine „echt tierische“ Reise nach Spanien

Bereits vor drei Jahren flog das Jugendsinfonieorchester Recklinghausen schon einmal nach Alicante in Spanien. Da es uns dort so gut gefallen hatte, wollten wir dieses Erlebnis unbedingt wiederholen. Daher plante unser Dirigent Manfred Hof mit der Hilfe seiner Assistentin Lea Zalkau und André Buttler die Reise mit akribischer Genauigkeit.
 
Am 13. Mai 2016 war es endlich so weit. Wir sollten über die Pfingstferien nach San Vicente del Raspeig in der Nähe von Alicante fliegen und dort unser Programm „Echt tierisch“ aufführen. Natürlich bestand die Orchesterfahrt nicht nur aus Proben, sondern auch aus Freizeit.
 
Nachdem wir aus dem Flugzeug gestiegen waren, überraschte uns das Wetter. Es war angenehm warm und sonnig, also eine enorme Umstellung im Gegensatz zu Deutschland. Direkt nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten, fand die erste Probe in der nahegelegenen Musikschule statt. Dort erwartete uns bereits unser langjähriger Freund Michael Jansen, der den Austausch von spanischer Seite her organisierte. Er hatte es u.a. geschafft für uns die großen Orchesterinstrumente wie Pauken oder Kontrabässe vor Ort bereitzustellen und wirbelte durch den Proberaum, um an allen Ecken und Enden zu helfen. So konnten wir uns schnell einrichten. Als dann die letzten freien Stühle mit spanischen Musikern besetzt waren, die unser Orchester unterstützen wollten, konnte die erste Probe auf spanischem Boden beginnen. Zwar waren alle etwas müde von der langen Anreise, aber die zuhörenden Musikschüler bekamen dennoch einen guten ersten Eindruck und bis zum Konzert hatten wir noch ein paar Tage Zeit.
 
In den nächsten Tagen feilten wir noch etwas an unserem Konzertprogramm und hatten täglich Proben. Dazwischen blieb aber ausreichend Zeit, die Umgebung zu erkunden. Und schon war der Konzerttag da. Unser Programm „echt tierisch“ dürfte ja noch einigen vom 1. Mai bekannt sein. Es beinhaltet „The Lion King“, „Mr. Jums“, „Cantus Ballaenarum“ von André Buttler, „The Pink Panther“, „Symphonic Smartphones“, ebenfalls von André Buttler, „Eye of the Tiger“ und als fulminanten Abschluss die Berceuse und das Finale aus „Der Feuervogel“. Besonders als wir das spanische Stück „El Gato Montes“ spielten, tobte der Saal. Das Orchester und die beiden Moderatoren Rafael Pavlidis und Samuel Marquardt wurden mit donnerndem Applaus belohnt. Die zweite Konzerthärte gestaltete das Orchester der Musikschule. Es wurde unter anderem ein Stück mit einem Cello-Solo und eines mit drei Soloposaunen gespielt. Der finale Höhepunkt war „Gran Jota de la Dolores“ mit Tenorgesang und Kastagnetten-Tänzerinnen. Nach diesem erfolgreichen Auftritt gab es einen Empfang, wo wir uns noch einmal ausgiebig mit allen spanischen Musikern unterhielten, Erinnerungsfotos schossen und Freundschaften schlossen. So ging auch dieser Tag glücklich zu Ende.
 
Leider flogen wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause, wo wir mit schlechtem Wetter begrüßt wurden.
 
Mir hat die Orchesterfahrt persönlich sehr gut gefallen. Nicht nur das Konzert war gelungen, sondern auch die Freizeitaktivitäten haben Spaß gemacht und wir sind wirklich dankbar, das Jeunesses Musicales Deutschland und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend derartige Projekte unterstützen.
 
„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“ -Berthold Auerbach
 
Anna-Lena Pohl
Jugendsinfonieorchester

 

Geburtstagskonzert 2015
Besuch aus der Schweiz zum 30. Geburtstag des JSO
Besuch aus Norwegen zum 30. Geburtstag des JSO


Besuch aus der Schweiz zum 30. Geburtstag des JSO

Schweizer Besuch zum 30. Geburtstg des JSO

Schweizer Besuch zum 30. Geburtstg des JSO

Im Oktober 2014 erhielten wir eine e-mail aus der Schweiz. Der Präsident des Jugendorchesters Könitz (JOK) fragte, ob wir an einem Austausch interessiert wären und das Schweizer Orchester über Auffahrt in Recklinghausen begrüßen würden. Wir waren natürlich sofort Feuer und Flamme und nachdem wir herausgefunden hatten, dass mit „Auffahrt“ nichts anderes als Christi Himmelfahrt gemeint war, begannen wir gleich mit den Planungen. Von Tag zu Tag, von mail zu mail wurde die Begegnung konkreter, die Unterkunft war bald gebucht, der Konzerttag und ein gemeinsames Tagesprogramm geplant. Endlich war es so weit, die e-mails wurden mit Gesichtern verbunden, die Planungen wurden real, als am 14. Mai das JOK anreiste.

Zunächst wurden die Zimmer im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick bezogen. Am folgenden Morgen trafen die Leiter beider Orchester erstmals aufeinander und machten gemeinsam eine Begehung des etwas besonderen Konzertsaals: der Kassenhalle der Sparkasse Vest Recklinghausen. Damit machte die Sparkasse dem JSO ein ganz besonderes Geschenk zum 30. Geburtstag und nahm hohen logistischen Aufwand in Kauf. Denn es ist eine höchstkomplizierte Sache, 120 junge Musikerinnen und Musiker, Zuschauer, Eltern und Instrumente in den Räumen einer Bank unterzubringen und die Alarmanlagen entsprechend umzuprogrammieren. Nachdem alle Fragen zum Ablauf des Konzertabends geklärt waren, trafen sich die beiden Orchester auf der Halde Hoheward. Die Schweizer genossen den guten Rundblick auf Recklinghausen und die Umgebung und erfuhren einiges über den Wandel des Ruhrgebietes.

Anschließend fuhren alle zum Festspielhaus, denn auch wenn dieses nicht der Ort des Konzertes war, sollte das Gastorchester das mächtige Theater- und Konzerthaus der Stadt gesehen haben. Dieses beeindruckte besonders durch seine gerade farbig gestaltete Glasfassade. Dann ging es weiter an Christuskirche, Musikschule und Engelsburg vorbei bis in den Biergarten bei Boente, wo im Sonnenschein gespeist und munter geplaudert wurde. Nach der Mittagspause zerstreute sich die Gruppe kurzzeitig in der Innenstadt, bevor sich alle zu einem besonderen Spektakel auf dem Altstadtmarkt wiedertrafen. Dort packten die jungen Schweizer einfach ihre Instrumente aus und spielten zur freudigen Überraschung vieler Recklinghäuser mit viel Schwung und Spaß einen Ausschnitt aus ihrem Konzertprogramm. Auch am Abend überzeugten sie das Publikum mit „Atmosfera Afinada“ von Simon Ho, ein Werk, das der Schweizer Komponist eigens für das JOK komponiert hatte, und vier Sätzen aus „Rodeo“ von Aaron Copland.

Die zweite Konzerthälfte gestaltete das Geburtstagskind JSO und bot ein abwechslungsreiches Programm, das angefangen mit Richard Wagners „Einzug der Gäste“ über Ketelbeys „Auf einem persischen Markt“, der Filmmusik zu „James Bond“ und den Popsongs „Happy“ und „Chariots of Fire“ seinen krönenden Abschluss in „Das große Tor von Kiew“ von Modest Mussorgsky fand. Einen gemütlichen Ausklang des Abends gab es im obersten Stockwerk der Sparkasse, wo ein kleiner Empfang bereitet wurde. Leider musste das JOK früh am nächsten Morgen nach Köln, dem nächsten Konzertort, weiter fahren, aber der Kontakt besteht weiterhin und ein Gegenbesuch soll in naher Zukunft stattfinden.

Besuch aus Norwegen zum 30. Geburtstag des JSO

 Besuch aus Norwegen zum 30. Geburtstg des JSO

Unser zweites großes Geburtstagskonzert feierten wir mit dem Byåsen Skoleorkester aus Trondheim in Norwegen. Dieses reiste nicht nur mit jungen Musikerinnen und Musikern, sondern auch mit Eltern und Geschwistern an. Gewohnt und geprobt wurde in Haltern, der Geburtsstadt eines der Mitglieder, das auch den Kontakt nach Deutschland herstellte. Dort lernten wir unsere Gäste bei einem gemütlichen Grillabend kennen. Nach dem Essen wurde ein norwegisches Kinderlied samt Bewegungen mit allen gemeinsam gesungen, was viel Gelächter mit sich brachte und allen sichtlich Spaß machte.

Anschließend durften alle JSO-ler, die ihr Instrument dabei hatten, an der Probe der Norweger teilnehmen und sich einfach unter die jungen Musiker mischen. Am nächsten Tag trafen wir uns alle im Festspielhaus zum Aufbau. Dieser war schnell erledigt und so blieb noch Zeit, den Gästen die Innenstadt von Recklinghausen zu zeigen und etwas die Sonne zu genießen. Um 19 Uhr war der Kassiopeiasaal gut gefüllt und die Norweger eröffneten das Konzert. Sie traten in verschiedenen Konstellationen, nämlich mit ihrem Haupt-, Kammer- und Aspirantenorchester unter der Leitung von Kristin Reigstad und Marit Laugen auf und entführten die Zuhörer nach Nordeuropa mit traditionellen skandinavischen Stücken und Werken von Edvard Grieg oder Per Hjort Albertsen. Besonders die ganz kleinen Musiker des Aspirantenorchesters entzückten das Publikum, als sie zu einer auswendig gespielten Melodie auch noch tanzten. Anschließend bot das JSO ein bunt gemischtes Programm, das von der Filmmusik zu „James Bond“ über den aktuellen Popsong „Happy“ bis hin zu dem gewaltigen „Tor von Kiew“ aus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky reichte.

Zum Abschluss kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und während das JSO die Zugabe „Happy“ spielte, wurde es umrahmt von den klatschenden, singenden und tanzenden norwegischen Gästen. Doch damit war das Konzert noch nicht zu Ende, denn das JSO hatte noch eine kleine Überraschung für seinen Dirigenten Manfred Hof vorbereitet, hatte heimlich geprobt und schenkte ihm als Dank für seine tolle Arbeit den Song „Music“ zum Saisonabschluss. Einen gemütlichen Ausklang fand der Tag im Eingangsbereich des Festspielhauses, wo „Suberg’s“ die jungen Musikerinnen und Musiker mit Currywurst und anderen ruhrpotttypischen Spezialitäten empfing.

 

Klangblüten 2014
Frühjahrsmatinee im Festspielhaus Madrigalchor trifft Jugendsinfonieorchester: „Seit Jahren geben wir uns die Klinke in die Hand“, denn jeden Montag beenden wir um 19.45 Uhr unsere Probe im Depot und begrüßen die Sängerinnen und Sänger des Madrigalchores, deren Probe um 20 Uhr beginnt. Man grüßte sich stets freundlich, lauschte noch einen Moment den Klängen der anderen, lud sich gegenseitig zu Konzerten ein und dann endlich kam die Idee auf, doch einmal ein Konzert gemeinsam zu gestalten. Der Madrigalchor plante ein Konzert am 06. April im Festspielhaus zu machen und lud uns zur Mitwirkung ein. Dass eine so bunte Blumenwiese von Klangblüten erstrahlen würde, hatte wohl niemand erwartet. Sowohl der Chor als auch wir präsentierten immer abwechselnd ganz unterschiedliche, kurzweilige Werke von Klassik bis Pop, von traditionellen Liedern bis hin zum Sommerhit „It’s a beautiful day“ von Michael Bublé mit kurzen Verschnaufpausen durch zwei Klavierstücke von George Gershwin. Der Saal rockte, als Chor und JSO als krönenden Abschluss „Bohemian Rhapsody“ von Queen aufführten. Kurzum: Ein erfrischender, blühender Frühlingsauftakt!

All for one 2014
Anfang des Jahres 2013 fragte uns Margot Lohkemper von der Raphael-Schule in Recklinghausen, ob wir uns vorstellen könnten, am 01.02.2014 bei dem großen Tanz-Musik-Projekt "All for one 3" mitzuwirken. Wie genau die Aufführung aussehen sollte, war damals noch völlig unklar. Fest stand nur, dass eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, von denen der eine ein Handicap hat, von vielen verschiedenen Tanz- und Musikgruppen gemeinsam gestaltet werden würde. Im Laufe des Jahres entwickelten und probten die unterschiedlichen Gruppen ihren Beitrag zum Gesamtwerk und nach und nach wurden immer mehr Puzzleteile zusammengeführt. So probten wir Ende des Jahres erstmals mit dem Ballett von Robin Lynn, das zu einigen von unseren Stücken eine Choreografie erarbeitet hatte.

Auch bekamen wir eine Tanzstunde bei Andreas Hansch, um bei dem Flashmob, der mitten im Stück mit allen Beteiligten stattfinden sollte, eine gute Figur auf der Bühne zu machen. Am 31.01.2014 war es dann endlich so weit, dass sich alle Mitwirkenden im großen Saal des Festspielhauses Recklinghausen zur Generalprobe trafen. Auch wenn technische Probleme die Probe leider extrem verzögerten, war es für uns doch sehr spannend, uns zunächst einmal im Orchestergraben einzurichten und beim Musizieren eine ganz neue Perspektive zu erleben. Und dann konnten wir die Köpfe gar nicht hoch genug recken, um etwas von den tollen Bühnenbildern und Tänzen zu sehen. Wir hofften sehr darauf, dass auf die absolut katastrophale Generalprobe eine umso bessere Aufführung folgen würde. Und so war es auch. Vor ausverkauftem Haus liefen alle Szenen und Übergänge auf einmal problemlos und schnell wurde das Publikum von den motivierten Akteuren mitgerissen. Es war nicht wichtig, wer zu welcher Projektgruppe gehörte, wer ein Handicap hatte und wer nicht, es konnte sich jeder mit seinen Talenten einbringen und präsentieren. Für uns war es ein besonderes Erlebnis, Teil eines so großen Projektes zu sein und einmal wie die Profis im Orchestergraben auf unseren Einsatz zu warten.

Orchesterreise 2013
Am 29. Mai trafen wir uns um halb 11 bei nass-kaltem Wetter am Düsseldorfer Flughafen und waren sehr erleichtert, als endlich alle 51 JSO-ler und vor allem ihre Instrumente einen Platz im Flugzeug hatten. Zwei Stunden später landeten wir im sonnigen Alicante in Spanien. Durch die Suche nach einem verloren gegangenen Koffer begrüßten wir unsere spanischen Gastgeber Ramón Pastor und Michael Jansen vom Conservatorio in San Vicente del Raspeig mit einer Stunde Verspätung, doch diese sahen das Ganze mit der spanischen Gelassenheit: Kein Problem!

Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserem auf den ersten Blick sehr modernen Hotel mit äußerst freundlichem Personal wurden wir von Ramón und Michael zu dem nahegelegenen, perfekt für uns vorbereiteten Saal des Conservatorios geführt. Dort warteten schon seit längerem die spanischen Musiker, doch auch sie reagierten auf unsere Verspätung ganz entspannt: Kein Problem! Dank vieler helfender Hände hatte bald jeder einen Stuhl, Licht, und Noten und unsere Bassisten und Cellisten die spanischen Leihinstrumente. Und so konnte die erste Probe beginnen.

In den nächsten beiden Tagen wurde intensiv geprobt - natürlich nicht ohne eine Abkühlung im Hotelpool zwischendurch - und das gemeinsame Konzert am Freitagabend vorbereitet. Dieses war nicht nur mit Plakaten, sondern auch mit einem Interview der spanischen und deutschen Leiter im lokalen Radio angekündigt worden und entsprechend gut besucht. Unser Konzertprogramm "Music (was) is my first love" basierte auf einer Umfrage in Recklinghausen zum Thema "Welche Musik hat dich berührt und warum ist sie zu deiner Lieblingsmusik geworden?" und war entsprechend bunt gemischt. So spielten wir z.B. den 3. Satz der 3. Sinfonie von Brahms, die Filmmusik von „Robin Hood“ und den Sommerhit „Call me maybe“, einen Teil der „Petite Suite“ von Debussy, das Stück "Music" als Namensgeber des Konzertprogramms, sowie als Gruß an die Spanier und als Dank an die spanische Flötistin Gemma, durch die der Kontakt nach Spanien hergestellt wurde, das Stück „Karneval von Venedig“ für Querflöte und Orchester von Briccialdi. Durch das Programm führten Charlotte Biele und Friederike Kuhn, zwei unserer spanisch sprechenden Musikerinnen, was die Gastgeber freute.

Anders als wir es aus Deutschland gewohnt sind, herrschte während des Konzertes ein ständiges Kommen und Gehen, die Spanier unterhielten sich, telefonierten, aßen und tranken und ließen sich ausgelassen von der Musik mitreißen. Als wir zum Schluss das in Spanien sehr bekannte Stück „El Gato Montes“ spielten, tobte der Saal, alle klatschten und tanzen und riefen an den passenden Stellen „Olé!!“. Dass ein Konzert mit Standing Ovations des Publikums beendet wird, ist in Spanien selten und war für uns eine besondere Ehre und Freude. Bei einem kleinen Empfang, den die Spanier für alle Musiker vorbereitet hatten, klang der Abend mit netten Gesprächen aus. Am Samstag stand dann ein Ausflug nach Alicante auf dem Programm. Als wir am Morgen im Restaurant des Hotels nach unseren Lunchpaketen fragten, guckte uns der Koch überrascht an. Dennoch war mal wieder alles „Kein Problem!“ und so bekamen wir nur eine Stunde später 51 Picknicktüten überreicht. Zuerst fuhren wir zu einer Burg hoch über der Stadt und genossen eine herrliche Aussicht. Nachdem wir dann die kleinen Gassen mit vielen bunten Häusern erkundet hatten, trafen wir uns am Stadtstrand. Auch für den nächsten Tag war ein Ausflug der besonderen Art geplant.

Mit einem Boot fuhren wir auf die Insel Tabarca, die viele unglaublich schöne Buchten, einen großen Strand und einen netten, kleinen Ortskern bietet. Den letzten Abend gestalteten wir als bunten Spieleabend mit der ganzen Gruppe und schon stand am Montagmorgen die Verabschiedung von unseren herzlichen Gastgebern an. Es war eine tolle Reise, die viele neue Freundschaften innerhalb wie außerhalb des JSO entstehen ließ und durch freundliche, unkomplizierte Gastgeber zu einem fantastischen Erlebnis für alle Beteiligten wurde. Wir danken nicht nur unserem Förderverein, sondern auch Jeunesses Musicales Deutschland und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die großzügige finanzielle Unterstützung, die 51 Musikerinnen und Musikern die Teilnahme an einer fantastischen Konzertreise ermöglicht hat.

Jubiläum 2010
"Unsere Bilder einer Ausstellung"
25 Jahre Jugendsinfonieorchester Recklinghausen

Mit unserem Konzert am 04. Juli 2010 im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen feierten wir das 25-jährige Bestehen des Jugendsinfonieorchesters Recklinghausen. Unter dem Motto "Unsere Bilder einer Ausstellung" zeigten wir die unterschiedlichen Facetten des Orchesters sowie seine erfolgreiche Geschichte in Bild und Ton auf.

Das Jubiläumskonzert, bei dem auch einige ehemalige Orchestermitglieder teilnahmen, enthielt neben dem bekannten Werk von Modest Mussorgsky viele weitere Stücke, welche die "Bilder einer Ausstellung" in "Unsere Bilder einer Ausstellung" verwandelten. Anlässlich des runden Geburtstages wurde das Stück "Celebration" extra für das Orchester arrangiert, auch die Orchesterband hatte ihren Auftritt und außerdem gab es noch drei Uraufführungen von Werken zweier junger Komponisten aus den Reihen des Jugendsinfonieorchesters, Simon Al-Odeh und Christian Schneider. Die Musik wurde auf einer Leinwand mit passenden Bildern der Orchestergeschichte untermalt und durch die Moderation von den beiden Orchestermitgliedern Lea Zalkau und Simon Al-Odeh verdeutlicht.

Auch das Foyer des Konzerthauses war entsprechend gestaltet und fungierte als bunter Ausstellungsraum für Fotos, Erfahrungsberichte, Konzertprogramme oder Reiseberichte des Orchesters. Zusätzlich waren die Gänge des Ruhrfestspielhauses mit großen Porträtfotos der aktuellen Orchestermitglieder geschmückt, welche die individuelle Identifikation gegenüber der Musik ausdrückt.

Im Anschluss an das Jubiläumskonzert reisten wir dank der großartigen Unterstützung des Instituts für internationale Kontakte und Integration Recklinghausen "Die Brücke" sowie Jeunesses Musicales am 8. Juli 2010 in unsere französische Partnerstadt Douai. Dort erlebten wir das berühmte "Fest der Riesen", eines der größten und ältesten Stadtfeste in Frankreichs Norden. Das Motto des Festprogramms "Das Orchester der Riesen" eröffnete den jungen Musikern die Gelegenheit ihr musikalisches Talent auch in Recklinghausens Partnerstadt unter Beweis zu stellen.

Verstärkt durch junge Musiker aus Douai präsentierten wir im großen Musiksaal des Konservatoriums unser Jubiläumskonzert dem begeisterten französischen Publikum. Durch die deutsch-französische Partnerschaft und dem daraus resultierenden Konzert in Douai ist der Grundstein für weitere gemeinsame Projekte gelegt.

Orchesterreise 2009
Am 10. Juni 2009 machte sich das Jugendsinfonie Orchester Recklinghausen zum Gardasee, nach Italien auf, um eine wunderschöne Woche zu erleben. Zwischen Proben und einem exquisiten Auftritt in Limone gab es genug Zeit, sich am Pool auszuruhen, im See zu schwimmen und die sommerlichen Temperaturen zu genießen, während in der Heimat Regen und kaltes Wetter wüteten.

Das lang ersehnte Konzert wurde zu einem Erfolg, die langen Probenphasen hatten sich gelohnt. Das Publikum erfreute sich an dem Soundtrack zu "Fluch der Karibik", der "Unvollendeten" von Schubert sowie vielen anderen Stücken und einem Improvisationsstück. So entschloss sich Dirigent Manfred Hof während des Konzertes, den musikalischen Streich: "Perpetuum Mobile" von Johann Strauss (Sohn) gesanglich aufzuführen - das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein belustigtes und sehr erfreutes Publikum applaudierte Beifall.

Mit Ausflügen nach Verona und Venedig wurden sowohl die kulturellen Schwerpunkte wie auch die belebten Straßen kennen gelernt. Besonders viele faszinierende Blicke erntete die Villa der Julia aus der berühmten Geschichte von Shakespeare sowie der Markusplatz in Venedig mit seinen tausenden von Besuchern. Viele neue Freundschaften wurden vor der schönen Kulisse des Gardasees geschlossen. Mit vielen neuen Erfahrungen trat das Orchester die Rückfahrt an, um Zuhause von erwartungsvollen Eltern empfangen zu werden. Dennoch waren sich alle einig, dass dies eine gelungene Reise war und gerne wiederholt werden könne.


Peer Gynt 2009
"Peer Gynt“ - Ein Projekt des Jugendsinfonieorchesters Recklinghausen und der Hiberniaschule Herne sowie der Tanzschule Robin Lynn

Die beiden Peer-Gynt-Suiten musikalisch und szenisch zu gestalten - das war die Ausgangsidee des Projekts, welches im Herbst 2008 ins Leben gerufen wurde. Die 55 jungen Musiker des Jugendsinfonieorchesters erarbeiteten unter der Leitung von Manfred Hof die einzelnen Stücke der beiden Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg. Parallel dazu begann Imogen Scheerschmidt an der Waldorfschule in Herne damit, die Musik mit ihren Schülern im Eurythmie-Unterricht umzusetzen.

Doch dabei blieb es nicht, denn den Leitern schwebte ein großes, kreatives Gesamtkunstwerk vor. Und so wurden nicht nur die verschiedenen Stücke der beiden Suiten zum Teil in einzelne Motive zerlegt, welche während der ganzen Aufführung immer wieder auftauchten, sondern der Dirigent rief seine Musiker dazu auf, über einzelne Motive oder Szenen aus "Peer Gynt" eine Improvisation zu komponieren und eigene musikalische Ideen einzubringen. Zu dem Zitat "Man stirbt nicht mitten im 5. Akt“ aus der Originalfassung komponierte Simon Al-Odeh eine Orchesterfantasie, welche als Ouvertüre verwendet wurde. Auch ein von ihm komponiertes Blechbläserquintett konnte in die Geschichte eingefügt werden, ebenso wie ein Holzbläserquintett und das für Orchester arrangierte Stück "Africa" von Toto. Eine weitere Besonderheit stellte die Interpretation des Stückes "In der Halle des Bergkönigs" von einer aus den Orchestermusikern zusammengestellten Rockband dar.

Auch Imogen Scheerschmidt regte ihre Schüler auf vielfältige Weise zur kreativen Auseinandersetzung mit Peer Gynt an. Zunächst setzten sich die Schüler mit der Geschichte auseinander. Diese entstand in der ersten Fassung im Jahre 1867 als dramatisches Gedicht, aus der Feder Henrik Ibsens. Aufgrund des großen Erfolges der Lesefassung wurde diese in eine Bühnenfassung umgearbeitet. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Frage: Wer ist Peer Gynt? Die Schüler zeigten die Geschichte in selbst geschriebenen Dialogen und Gedichten auf und überlegten sich eine szenische Umsetzung des Ganzen, welche mit einem selbst gestalteten Bühnenbild aus dünnen Seidentüchern, sowie im Kunstunterricht erstellten Bildern und selbst genähten Kostümen vollendet wurde.

Das Bild des spartenübergreifenden Projektes wurde noch bunter durch eine Gruppe der Tanzschule Robin Lynn unter der Leitung von Kama Frankl, die eine gelungene Performance aus klassischem Ballett, Bauchtanz und Breakdance zeigte.

Schließlich wurden alle Szenen, Musikstücke und -ausschnitte, Kompositionen, Texte, Gedichte, Tänze und Dialoge zusammengefügt, die kleinen und großen Tänzer, Schauspieler und Musiker im Alter von 7 bis 24 Jahren trafen aufeinander und trugen ihren Teil zum Gesamtwerk bei. Nach nur wenigen gemeinsamen Proben wurde das Stück an drei Orten erfolgreich zur Aufführung gebracht: am 14. Februar 2009 in der Stadthalle Oer-Erkenschwick, am 1. März 2009 in der Hiberniaschule Herne und am 3. März 2009 im Festspielhaus Recklinghausen.

Im Festspielhaus wurden die Generalprobe und das Konzert gefilmt und anschließend zu einem zweistündigen Film zusammengeschnitten. Zur Präsentation des Films wurden alle Teilnehmer am 22.06.09 in das Union Kino Bochum eingeladen.


Zechenblühn'n 2007

Zechenblüh'nAlle zwei Jahre veranstaltet die Organisation Jeunesses Musicales Deutschland einen Wettbewerb für junge deutsche Orchester aller Art: den Deutschen Jugendorchesterpreis. Gefragt ist hier eine individuelle und außergewöhnliche Konzertinszenierung unter dem diesjährigen Leitthema "Kontraste - Lust auf Gegensatz". Nach der Einsendung und Nominierung unseres Konzeptes sind wir, das Jugend Symphonie Orchester Recklinghausen, zum ersten Mal dabei!

Die Jeunesses Musicales ist eine weltweit verbreitete musikalische Bewegung, die seit ihrer Gründung im Jahre 1940 ein Ziel verfolgt: Jungen Menschen über politische Grenzen und weltanschauliche Barrieren hinweg lebendige Musik zu vermitteln und sie durch sie zu verbinden. Vertreten in mehr als 40 Ländern, gilt sie heute als weltweit größte Organisation, die im Bereich Jugend und Musik arbeitet. Der Beitritt bringt viele Vorteile: Die Jeunesses Musicales hilft, internationale Kontakte zwischen Jugendorchestern zu knüpfen, unterstützt die Organisation von einem Orchesteraustausch und engagiert sich auch national und regional, indem sie Wettbewerbe ausruft - wie zum Beispiel den Deutschen Jugendorchesterpreis, der unter der Schirmherrschaft der Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen steht.

Um an diesem bundesweiten Wettbewerb teilzunehmen, mussten wir ein Konzertkonzept gemäß dem Motto "Kontraste - Lust auf Gegensatz" entwickeln und dieses bei Jeunesses Musicales einschicken. Aus allen eingeschickten Konzepten wählte eine Jury einige wenige aus - eingeschlossen das des JSO Recklinghausen. Wir entschieden uns für den Kontrast, der seit einiger Zeit den Alltag des Ruhrgebiets und somit auch unseren persönlichen Alltag prägt: den Kontrast "Industrie - Natur".

Der momentane Strukturwandel ist ein regionales Problem, welches jedoch eine neue Chance für das Ruhrgebiet birgt, endlich von dem "Arbeitergrau" loszukommen und zu ergrünen. Darum gaben wir unserem Projekt den Namen "Zechenblüh'n".  Wir denken, dass die Umgestaltung der leer stehenden Industrielandschaften in grüne Parks ein Schritt in die richtige Richtung ist, um dem Ruhrgebiet ein neues Gesicht  zu geben. Vor diesem Hintergrund wird unser Konzert  in einer alten Maschinenhalle statt finden, der wir unter anderem Natur beschreibende Musik entgegensetzen werden. Das Einstudieren der Stücke, die Organisation und die Planung der Details, die unser Konzert nicht nur für das Orchester selbst zu einem besonderen Erlebnis machen sollen, sind schon seit einiger Zeit im vollen Gange.

Nachdem Anfang des Jahres unser Orchester einen neuen Dirigenten, Manfred Hof, Trompeter der Neuen Philharmonie Westfalen, bekam, und auch bei uns Orchestermitgliedern ein Generationswechsel statt fand, ist dieses erste, große Gemeinschaftsprojekt eine große Chance, mehr zusammenzuwachsen. Auf ein solches Ziel hinzuarbeiten ist außerdem eine große Motivation für uns alle, da hierbei das persönliche Engagement der Orchestermitglieder im Mittelpunkt steht und zählt.

Im März wird das JSO ihr Projekt "Zechenblüh'n" präsentieren und wir würden uns besonders über IHR Kommen  freuen. Wir hoffen, nicht nur die dann anwesende Jury, sondern auch Sie von unserer Idee und ihrer Umsetzung zu überzeugen!

J U B E L !!!!!!!
Wir haben's geschafft!!!
Wir, das JSO Recklinghausen und die Mini-Sinfos, sind Preisträger.
Wir wurden beim deutschen Jugendorchesterpreis der Jeunesses Musicales mit unserem Endrundenbeitrag ZECHENBLÜH'N mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

 

 

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