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Titel
Emscherland 2020: Partner konkretisieren Zusammenarbeit - Emschergenossenschaft übernimmt als Koordinator die Steuerung des Gesamtprojektes
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Pressefoto-Emscherland
Einleitung
An der Emscher. Hinter den Kulissen von “Emscherland 2020“ läuft die Arbeit zurzeit auf vollen Touren.
Haupttext


Gemeinsam mit den vier Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) erarbeitet die Emschergenossenschaft aktuell die konkreten Förderanträge für eine Reihe von Projekten – die Antragsfrist läuft noch bis zum 24. Oktober 2017. Über die Grundlagen der kommunenübergreifenden Zusammenarbeit bei „Emscherland 2020“ sind sich die sechs Partner bereits einig, die Spitzenvertreter haben nun offiziell eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
„Der Emscher-Umbau symbolisiert einen der wichtigsten Modernisierungsprozesse in der Geschichte unserer Region.

In einigen Jahren gehören die einst offenen Schmutzwasserläufe der Vergangenheit an, die Emscher wird vom Abwasser befreit sein. Die Schlussphase unseres Emscher-Umbaus bedeutet den Startpunkt für ein neues Emscherland – das wollen wir gemeinsam mit der Region weiter entwickeln und feiern“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsit-zender der Emschergenossenschaft.
Karola Geiß-Netthöfel, Regio-naldirektorin des Regionalverbandes Ruhr, sagt: „Mit dem ‚AktivLinearPark‘ nutzen wir die ehemaligen Bahnflächen zwischen den Plätzen ‚Auftakt West‘ in Herten und ‚Auftakt Ost‘ in Recklinghausen, um eine durchgängige Fuß- und Radwegever-bindung zu schaffen. Mit diesem attraktiven Projekt bringt sich der Regionalverband Ruhr in die erfolgreiche Kooperation von Emscherland 2020 ein. Denn durch die neue Verbindung rückt die Haldenlandschaft rund um den Landschaftspark Hoheward deutlich näher an die Emscher und den Rhein-Herne-Kanal heran.“

Das sagen die Städte:
Rajko Kravanja, Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel:
„Emscherland ist Zukunftsland. Die Emscherlandprojekte stellen einen wichtigen Entwicklungsschritt für den Norden der Stadt dar. Für Castrop-Rauxel sind die Projekte auch im Hinblick auf die Internationale Gartenausstellung 2027 ein Meilenstein.“

Christoph Tesche, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen: „Das Projekt ‚Emscherland 2020‘ wertet Recklinghausen und unsere Region noch weiter auf und bietet viele Chancen. Möglich macht das die starke Zusammenarbeit der vier Städte, der Emschergenossenschaft und des RVR. Ich bin davon überzeugt, dass wir und die nachfolgenden Generationen von diesem Jahrhundertprojekt profitieren werden – denn eine ökologische Land-schaftsentwicklung ist wichtiger denn je.“

Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne: „Für Herne bedeutet das neue Emscherland eine deutliche Aufwertung unserer grünen Infra-struktur. Neue Chancen am Fluss werden entstehen. Wir sind gewillt, diese zu nutzen.“

Fred Toplak, Bürgermeister der Stadt Herten: „Die Realisierung des Emscherlands 2020 wird Herten und unsere Region positiv verändern. Für die touristische Entwicklung und die Aufwertung unserer Naherholungsgebiete birgt das Vorhaben große Chancen. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit drei weiteren starken kommunalen Partnern, einstimmig unterstützt durch die Stadträte, mit RVR und Emschergenossenschaft dieses Jahrhundertprojekt realisieren.“

Mit der ganz aktuell unterzeichneten Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner nicht nur symbolisch zu einer engen Zusammenarbeit im Rahmen der Durchführung von „Emscherland 2020“. Wesentliche Aspekte der künftigen Arbeit bestehen in der interkommunalen Koordination und Umsetzung der einzelnen Projektbausteine sowie in der Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Emschergenossenschaft übernimmt dabei die Rolle der Geschäftsführung mit Organisation des Lenkungskreises sowie die Steuerung, Koordinierung und Bündelung des Gesamtprojekts. Die konkrete Durchführung wird dabei durch einen Lenkungskreis mit Vertretern aller sechs Partner begleitet.

Hintergrund:
Ende 2020 wird das Hauptanlie-gen des Emscher-Umbaus, die Befreiung der Emscher und ihrer Nebenläufe von Schmutzwasser, weitestgehend erreicht sein. In der Schlussphase des Generationenprojekts geht es nun darum, alle Facetten in einen überschau- und begreifbaren Zusammenhang zu stellen und als „Schau-fenster des Wandels“ zu präsentieren.

Am 1. Dezember 2016 hatten die Emschergenossenschaft, der RVR und die Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten das interkommunale, integrierte Handlungskonzept (IHK) „Emscherland 2020“ beim Land NRW eingereicht. Der interministerielle Arbeitskreis „Grüne Infrastruktur“ sprach sich daraufhin am 29. März 2017 für eine Förderempfehlung bis zu einem Gesamtbudget in Höhe von 25,4 Millionen Euro aus – konkret handelt es sich um diese Projekte:

AktivLinearPark (Herten / RVR)
Grünverbindung Schellenbruch-graben (Herten)
Grünverbindung Schloss Strünkede (Herne / Herten / Recklinghausen)
Landschaftspark Streuobstwiese (Herne)
Aufwertung der Wegeverbindung zur Trabrennbahn (Reckling-hausen)
Grünanlage Recklinghausen-Süd, Uferstraße
Halde Hestermann (Reckling-hausen)
Natur- und Wasser-Erlebnispark (Recklinghausen / Castrop-Rauxel)
Emscherterrassen (Castrop-Rauxel)
Wartburginsel (Castrop-Rauxel)
Wasserinformationsstützpunkt (Recklinghausen / Castrop-Rauxel)

Für die Weiterqualifizierung der Projekte haben die Emschergenossenschaft und die Kommunen bis zum 24. Oktober 2017 Zeit, entsprechende Anträ-ge Bezirksregierungen einzurei-chen. Für das Sonderprojekt „Sprung über die Emscher“ (Brückenbauwerk in Castrop-Rauxel) gibt es bereits eine Förderzusage aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2017“ in Höhe von acht Millionen Euro.

Die Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasser-wirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Pro-zent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zu-lässt – naturnah umgestaltet werden.

www.eglv.de
blog.eglv.de

Quelle: Emschergenossenschaft

Datum
12.07.2017


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