
Das Theaterstück funktioniert mit einem einfachen, aber genialen Kniff: Wenn es in Wahrheit dunkel ist, wird es auf der Bühne hell – und umgekehrt. Das können die Besucher*innen im Ruhrfestspielhaus (Saal Kassiopeia) am Freitag, 21. November, um 19.30 Uhr erleben.
Peter Shaffer arbeitet mit einem genialen Trick: Nach einem Kurzschluss müsste die Bühne zwar eigentlich im Dunkeln liegen, doch die Lichtverhältnisse sind umgekehrt. Die Zuschauer sehen alle Ereignisse im hellen Tageslicht, während die Schauspieler so spielen müssen, als ob sie im Dunkeln tappen würden. Situationskomik und erhellende Missverständnisse sind das Resultat: Alle stolpern und stürzen. Gleichzeitig wähnen sie sich unsichtbar und somit unbeobachtet. So entstehen umwerfend komische Momente. …
Im Zentrum der Komödie steht Brindsley, ein junger, noch brotloser Künstler, der von einer großen Karriere träumt. Gemeinsam mit seiner Verlobten erwartet er den Besuch des reichen russischen Kunstmäzens George Godunow. Um ihm und seinem zukünftigen Schwiegervater zu imponieren, hat er seine schäbigen Möbel gegen die exquisiten Antiquitäten seines verreisten Nachbarn Harold „ausgeliehen“, der davon nichts ahnt.
Als die Sicherung durchknallt und Brindsleys Ex-Freundin Clea, Miss Furnival, die Schnapsdrossel von nebenan, sowie Nachbar Harold, der vorzeitig aus dem Urlaub zurückkehrt, hereinschneien, ist das Chaos perfekt. Der Kurzschluss führt zum Stromausfall und taucht das Haus in Dunkelheit – für die Zuschauer wird es hell, und die Geschichte nimmt Fahrt auf.
Doch es kommt noch schlimmer: Der Mechaniker, Carols Vater, der nichts von der Verlobung weiß, und schließlich der Kunstsammler erscheinen. Reichlich im Dunkeln gemixte alkoholische Getränke sorgen für weitere Verwechslungen, bis schließlich das Licht wieder an- (bzw. aus-)geht.
Tickets gibt es unter: www.kultur-kommt-ticket.de;
Tourist Information, Martinistr. 5, Tel.: 02361/9066000;
Buchladen Attatroll, Herner Str. 16,
Servicecenter der Recklinghäuser Zeitung, Große Geldstraße 8
Alle aktuellen Informationen zum Vorstellungsbesuch und zum Programm „Kultur kommt“ sind zu finden unter: www.recklinghausen.de/kulturtermine
Foto: Andreas Bassimir