
Organisiert hatte den Kursus, der am Mittwoch, 22. April, in Räumen des Deutschen Roten Kreuzes stattfand, das Behindertenreferat der Stadt Recklinghausen in Kooperation mit dem DRK.
Um sich selbst und anderen in Notsituationen helfen zu können, vermittelte Markus Pohl den Teilnehmer*innen theoretisches Grundwissen über Unfallverhütung sowie richtiges Verhalten in Notsituationen – beginnend mit dem Absetzen eines Notrufes. In praktischen Übungen wurden Handgriffe zur Ersten Hilfe geübt – von der stabilen Seitenlage bis zur Herzdruckmassage.
Das Interesse am Kursus war groß. Das Angebot war schnell ausgebucht. „Bislang waren Menschen mit Behinderung von Erste-Hilfe-Kursen ausgeschlossen“, sagt Barbara Ehnert, städtische Referentin für Behindertenangelegenheiten. „Diese Lücke wollen wir schließen und die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen sind durchweg positiv.“ Der nächste inklusive Erste-Hilfe-Kursus ist für den 13. Oktober geplant. Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben. Der Kursus dient auch als Nachweis der beruflichen Qualifikation.
Die inklusive Erste-Hilfe-Schulung war ausgerichtet an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung. Für die anwesenden sieben Gehörlosen standen Gebärdendolmetscherinnen bereit. Für acht mental behinderte Teilnehmer*innen wurde die einfache Sprache verwendet.
Die Teilnehmer*innen lernten, selbständig Erste-Hilfe Maßnahmen durchzuführen, um so eine Erstversorgung in Notsituationen leisten zu können. „Es hat sich wieder gezeigt, wie wichtig es ist, solche Angebote für alle Menschen anzubieten – ob mit oder ohne Behinderung“, sagt Barbara Ehnert: „Auch Menschen mit Behinderung müssen in der Lage sein, anderen in Notsituationen helfen zu können und sie wollen diese wichtigen Fertigkeiten auch erlernen.“
Pressefoto: Teilnehmer*innen und Veranstalter*innen des inklusiven Erste-Hilfe-Kurses. Foto: Stadt RE