Miniwald

Recklinghausens erster MIniwald 

Online Tiny Forest
(Foto Pressestelle Recklinghausen 2025)

Hintergrund

Urbane Grün- und Freiräume erfüllen für die Stadt und ihre Bewohner wichtige soziale, gesundheitliche, ökologische, klimatische und ökonomische Funktionen. Neben der derzeit besonders aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels notwendigen Resilienz der Städte durch ein vielfältiges Netz an grünen Freiräumen, leistet die grüne Infrastruktur einen gewichtigen Beitrag zur Gesundheit der Stadtbevölkerung. Beispielsweise tragen Grün- und Freiräume zum Luftaustausch, zur Reduktion thermischer Belastungen, zum Wasserrückhalt, zum Arten- und Biotopschutz sowie zur Reduzierung von Feinstaub und CO2 bei. Zugleich dienen sie den Bewohnern als Klimakomfortzone sowie als Ort zur Naherholung und Freizeitgestaltung sowie sportlichen Betätigung. 
Die Betroffenheit der Stadt Recklinghausen gegenüber Hitze und Starkregen ergibt sich unter anderem aus dem hohen Anteil an versiegelter Fläche auf dem Stadtgebiet. Mit einem Versiegelungsgrad von 31,2 % (LANUK 2025) zählt Recklinghausen zu den TOP 15 der am höchstversiegelsten Kommunen in Nordrhein-Westfalen.

Vorhaben

Um dem entgegenzuwirken, hatte die CDU-Fraktion zusammen mit der Fraktion Bündnis '90/Die Grünen der Verwaltung den Prüfauftrag erteilt, im Stadtgebiet nach geeigneten Flächen für „Tiny Forests“ zu suchen und in einem Pilotprojekt eine Fläche entsprechend umzusetzen.
Tiny Forests sind angepflanzte Miniwälder im städtischen Raum auf einer relativ kleinen Fläche (100-400m²) mit einer vergleichsweisen großen Dichte an Pflanzen.
Gerade im Sommer bietet dieser Miniwald einige Vorteile:
  • kühlender Effekt auf die Umgebung
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Rückhalt von Bodenwasser
  • soziale Funktion: Partizipation des direkten und indirekten Umfeldes bei der Umsetzung in Form einer Pflanzaktion, aber auch die mögliche Nutzung als grüner Klassenraum zu Bildungszwecken oder als sozialer Treffpunkt

Erster Recklinghäuser Miniwald in Hochlarmark 

Der erste Tiny Forest in Deutschland wurde 2019 angelegt, der erste in NRW im Jahr 2021 und der erste Tiny Forest im Kreis Recklinghausen wurde 2023 in Herten errichtet.
Für die Umsetzung des ersten Recklinghäuser MIniwalds hat man sich im Recklinghäuser Stadtgebiet für die Fläche "Ecke Westfalenstraße 202/Hüserstraße" in Recklinghausen-Hochlarmark entschieden.

Unbenannt (Fotos Stadtverwaltung 2024)
 
Die 647m² große Fläche war jahrelang als Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche ausgewiesen, die allerdings bereits seit Jahren in der Art nicht mehr genutzt wurde. Bereits eingetroffene Bürgerbeschwerden berichteten von Drogengeschäften oder privater Nutzung auf der Fläche. Darüber hinaus war die Fläche als Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche nicht mehr zu wiederzuerkennen. 

finanzielle Unterstützung durch die Emschergenossenschaft 

Nach umfangreichen Untersuchungen (Gesetzes-, Altlasten-, und Leitungsabfrage, planungsrechtliche Stellungnahme, Kostenschätzung u.w.) und einer Förderung im Rahmen der Zukunftsvereinbarung Regenwasser für Maßnahmen zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung in Höhe von 9.360,00€ konnte mit den Entsiegelungs- und Tiefbauarbeiten im November 2024 begonnen werden, welche schließlich bis zum Frühjahr 2025 andauerten. 
Unbenannt
(Fotos Stadtverwaltung 2024/2025)

Pflanzaktion mit angrenzender Grundschule Hochlarmark im April 2025  

Da die Partizipation des direkten Umfeldes ein wesentlicher Aspekt der Miniwald-Kultur ist, fand die Pflanzung des ersten Tiny Forest in Recklinghausen zusammen mit den Schüler*innen der angrenzenden Grundschule Hochlarmark im April 2025 statt. Dabei halfen die Kinder nicht nur bei der Pflanzung, sondern erschufen auch ihr eigenes grünes Klassenzimmer, welches zukünftig als Lern- und Begegnungsort dienen soll. Neben den Lehrer*innen und Schüler*innen der Grundschule packten auch Bürgermeister Herr Tesche, Vertreter*innen der Zukunftsinitiative Klima.Werk, Vertreter*innen der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis '90/Die Grünen sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung mit an. Darüber hinaus stellte die Zukunftsinitiative Klima.Werk Infomaterial zum Thema Miniwald bereit und beriet interessierte Bürger*innen zu den Themen Schwammstadt, Klimaresilienz und blau-grüne Infrastruktur. 
Unbenannt_2
(Fotos Pressestelle Recklinghausen 2025, Stadtverwaltung 2025)

1.477 gepflanzte Gehölze in 4 Pflanzzonen - Wassertank für Schüler*innen 

bei der Pflanzaktion wurden insgesamt 1.477 Gehölze gepflanzt, darunter 657 Bäume und 820 Sträucher. Die Gehölze, bestehend aus 25 verschiedenen Arten wurden in 4 Pflanzzonen unterteilt: 
  • Zone 1 – Großbäume (Spitzahorn, Hängebirke u.w.)
  • Zone 2 – Kleinbäume (Feldahorn, Vogelkirsche u.w.)
  • Zone 3 – Sträucher (Kornelkirsche, Gemeine Hasel u.w.)
  • Zone 4 – Obstgehölze (schwarze Johannesbeere, bepflückbare Obstgehölze u.w.)
Damit sich die Schüler*innen der angrenzenden Grundschule auch zukünftig um ihren Miniwald kümmern können, wurde Ihnen ein Wassertank am Miniwald zur Verfügung gestellt. 



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Bürgerbeteiligung
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Bauleitplanung: Für Bürger*innen gibt es Möglichkeiten, sich an Bebauungsplänen und Änderungen zum Flächennutzungsplan zu beteiligen.
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Alternative Mobilitätsformen bedeuten Alternativen zum (eigenen) Auto. In Recklinghausen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu nutzen. Mehr
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