Anpassung an die Folgen des Klimawandels - mit konkreten Maßnahmen blau-grüne Stadtoasen schaffen
36 Grad Celsius am Tag, 26 in der Nacht, wenig Regen in den einen Monaten, zu viel Regen in den anderen: Diese Extreme haben wir in den vergangenen Jahren immer mehr zu spüren bekommen und sie werden künftig nicht nachlassen. Die Städte sowie ihre Bürger:innen müssen auf diese Entwicklung reagieren, damit aufgeheizter Beton, ausgetrocknete Bäume und Wiesen oder überflutete Straßen bei Starkregenfällen die Lebensqualität nicht mehr beeinträchtigen.
Die Stadt Recklinghausen sowie 16 weitere Städte entlang der Emscher arbeiten zusammen mit der Emschergenossenschaft und LIppeverband in der Zukunftsinitiative Klima.Werk an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern.

Das Emschereinzugsgebiet inklusive der Stadtwappen der 17 Kommunen, die mittlerweile Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk sind (ZI 2023).
Der grün-blaue Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk. Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte gesteigert werden.

Weitere Informationen zur Zukunftsinitiative Klima.Werk finden Sie
hier Die 6 Säulen der Zukunftsinitiative Klima.Werk
Die Stadtkoordinator:innen treffen sich regelmäßig, um das weitere strategische Vorgehen, konkrete Fragen und Arbeitsweisen zu klären. An diesen Treffen nehmen auch die Mitarbeiter:innen der Serviceorganisation teil. Regelmäßig tagt zudem die kommunale Prozesssteuerung der Zukunftsinitiative. Darin organisiert sind einzelne Stadtkoordinator:innen sowie Vertreter:innen aus der Serviceorganisation. Als Erfahrungs- und Wissensbörse mit konkreten Beispielen für Maßnahmen und Good Practices in Form einer „Leistungsshow“ und als Plattform für neue Impulse gilt das Expertenforum, das einmal im Jahr stattfindet und an dem neben den Fachleuten aus den jeweiligen Rathäusern auch die Dezernent:innen und Mitstreiter:innen aus Wissenschaft und Forschung teilnehmen. Darüber hinaus kommen in jedem Jahr auch die Planungs-, Bau- und Umweltdezernent:innen der Städte zusammen, um mit dem Vorstand der Emschergenossenschaft über das stadtübergreifende Handeln zu sprechen und weitere Ziele zu definieren. Oberste Arbeitsprinzipien sind dabei die Selbstbeauftragung und das Gegenstromprinzip. Um das gesteckte Ziel zu erreichen, agiert die Zukunftsinitiative Klima.Werk darüber hinaus in einem komplexen Stakeholder-Umfeld, in dem Wissen, Erfahrungen und Ressourcen ausgetauscht und geteilt werden. Dazu gehören die kommunalen Verwaltungen, die Dezernent:innen, die Serviceorganisation, EGLV-Vorstände, das Umweltministerium, das Städtebauministerium, andere Wasserverbände (Ruhrverband, Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft, Niersverband), der Regionalverband Ruhr sowie Hochschulen, privatwirtschaftliche Unternehmen und Naturschutzverbände.

Zukunftsinitiative Klima.Werk auf einem Blick:
Fördergelder für Kommunen, Institutionen und Bürger*innen
Für die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung stehen Kommunen, Unternehmen, Institutionen oder Bürger*innen im Verbandsgebiet der Emschergenossenschaft Fördergelder aus dem ZVR-Programm zur Verfügung, mehr Informationen dazu gibt es
hierProgramm 10.000 Grüne Dächer
Das „10.000 Grüne Dächer“-Programm: Eigentümer*innen im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft in den 16 Emscher-Kommunen können bis zu 10.000 Euro Zuschuss für bis zu 200 Quadratmeter Dachbegrünung pro Grundstück bekommen. Mehr Informationen dazu gibt es
hierStadtkoordinator*innen
Als Stadtkoordinator*innen für die Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten in Recklinghausen Felix Sprenger (Referat Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit und Natalie Nowak (Stadtentwässerung). Mehr Informationen zur Rolle der Stadtkoordinator*innen gibt es
hier