Green Hub Emscher

Mit dem Ende der industriellen Nutzung des ehemaligen Kohlenlagers „Kohlkamp“ in Hochlarmark bietet sich Raum für Neues: Unter dem Namen „Green Hub Emscher“ wird die Fläche im Rahmen einer regionalen Kooperation zu einem nachhaltigen Gewerbestandort entwickelt.
 
Regionale Kooperation – Was bedeutet das?

Die etwa 40 Hektar große Fläche, davon rund 28 Hektar als Kooperationsstandort im Regionalplan Ruhr ausgewiesen, liegt überwiegend auf Recklinghäuser Stadtgebiet, zu einem Teil auf dem Stadtgebiet von Herten, und grenzt an die Nachbarstadt Herne.

Gemeinsam mit dem Eigentümer RAG Montan Immobilien GmbH und der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) haben sich die drei Städte zu einer formellen Kooperation zusammengeschlossen (Letter of Intent, Lenkungskreis). Begleitet wird die Kooperation zudem durch die Regionalplanung des RVR, mit dem auch ein raumordnerischer Vertrag geschlossen wurde.
 
Was macht den Green Hub Emscher so besonders?

Entwicklungskonzept Green Hub Emscher
Abbildung: Entwicklungskonzept Green Hub Emscher (Stand 2024) (Quelle RAG)
 
Der Green Hub Emscher soll das grüne Drehkreuz der Region werden. Schon heute bestehen wichtige Standortvorteile:
 
• Gleisanschlüsse durch die bergbauliche Vorgeschichte
• Wasseranbindung über den Julia-Hafen an den Rhein-Herne-Kanal
• sehr gute Erreichbarkeit durch die unmittelbare Nähe zu den Autobahnen A2, A42 und A43
 
Es ist vorgesehen, auf dem südlichen Teil der Fläche ein Container-Terminal zu errichten. Mit diesem sollen Güter künftig verstärkt per Bahn statt mit dem LKW transportiert werden. Die Einbindung des Hafens am südlich gelegenen Rhein-Herne-Kanal ist zusätzlich vorgesehen.
 
Auf der nördlichen Seite entsteht ein nachhaltiges und klimaangepasstes Gewerbe- und Industriegebiet, das insbesondere für Betriebe mit Flächenbedarfen ab 5 ha geeignet ist.
 
Rund um die Gewerbe- und Industrieflächen wird der vorhandene Wald weitestgehend erhalten, sodass sich der Standort gut in die bestehende Landschaft einfügt.
 
Wo steht das Projekt aktuell?

Am 18. April 2024 fand der öffentliche Projektauftakt im Fördermaschinenhaus der ehem. Zeche Recklinghausen in RE-Hochlarmark statt. In einer gemeinsamen Sitzung der Stadtentwicklungsausschüsse der Städte Recklinghausen, Herten und Herne wurde das Vorhaben vorgestellt – mit Gelegenheit für Fragen, Austausch und Diskussion.
 
Am 30. September 2024 hat der Rat der Stadt Recklinghausen den Aufstellungsbeschluss für die 24. Änderung des Flächennutzungsplans – Green Hub Emscher beschlossen (Drucksache 0422/2024).
 
Am 10. März 2025 hat der Rat der Stadt Recklinghausen den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 337 – Cranger Straße / Wanner Straße beschlossen (Drucksache 0747/2024).
 
Weitere Informationen zur den Bauleitplanverfahren finden sie hier.
 
Hier finden Sie die bisherigen Pressemitteilungen zur Planung:
 
Wie geht es weiter?

Bevor gebaut werden kann, sind verschiedene Schritte notwendig:
 
• Genehmigungen im Rahmen des Abschlussbetriebsplanverfahrens
• Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans
• Eventuell: eisenbahnrechtliche Genehmigungen für das Terminal
 
Läuft alles planmäßig, kann das Planungsrecht bis 2027/28 geschaffen werden. Danach wäre ein Baubeginn ab 2028 möglich.
 
Haben Sie Fragen?

Wenn Sie Fragen zum Green Hub Emscher haben oder mehr darüber wissen möchten, können Sie sich an die Abteilung Stadtentwicklungsplanung wenden.
 
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