Machbarkeitsstudie - Grünblaues Gewerbegebiet am Bahnhof Recklinghausen-Süd

Worum geht es?

Die Stadt Recklinghausen beteiligt sich am regionalen Zukunftsprojekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“. Ziel ist es, den Emscherraum – und damit auch Teile unserer Stadt – besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Im Fokus steht dabei das Gebiet rund um den Bahnhof Recklinghausen-Süd. Hier soll ein klimaangepasstes und nachhaltiges Gewerbegebiet entstehen.

 

Prinzip Schwammstadt

 Abbildung: Prinzip Schwammstadt (Quelle: BJP | Bläser Jansen Partner GbR / KRAFT.RAUM.)

Warum ist das wichtig?

Klassische Gewerbegebiete waren früher oft stark versiegelt – mit viel Asphalt, Beton und wenig Grün. Solche Flächen heizen sich im Sommer stark auf, speichern kaum Wasser und reagieren empfindlich auf Starkregen oder Schneefall. Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse müssen wir heute anders planen: klimaresilient, ökologisch verantwortungsvoll und nachhaltig.

Was wurde untersucht?

In einer Machbarkeitsstudie hat die Stadt Recklinghausen verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie das Gelände am Bahnhof Recklinghausen-Süd in Zukunft gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei folgende Themen:

• Nutzung und Erhalt von Grünflächen

• Reduzierung versiegelter Flächen

• Nachhaltige Baustoffe und Bauweisen

• Ganzheitliches Regenwassermanagement

• Klimafreundliche Gebäudestrukturen 

Welche Ziele verfolgt die Stadt?

Die Studie zeigt, wie ein wirtschaftlich nutzbares Gewerbegebiet entstehen kann, das gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel leistet. Eine gesunde Balance zwischen Ökologie und Ökonomie steht dabei im Mittelpunkt.


Welche Empfehlungen wurden entwickelt?

Aus der Studie lassen sich sechs Leitlinien ableiten, die künftig als Richtschnur für Planung und Entwicklung von Gewerbegebieten dienen können:

Mehr Grün: Begrünte Flächen verbessern das Mikroklima und schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Weniger Versiegelung: Offenere Flächen können Wasser aufnehmen und sorgen für ein angenehmeres Stadtklima

Nachhaltige Materialien: Der Einsatz umweltfreundlicher Baustoffe reduziert die Umweltbelastung.

Regenwassermanagement: Smarte Systeme helfen, Regenwasser vor Ort zu nutzen oder kontrolliert abzuleiten.

Durchdachte Gebäudeanordnung: Die richtige Platzierung von Gebäuden kann die Belüftung und Verschattung verbessern.

Naturnahe Gestaltung: Grünzüge, Pflanzinseln und Regenrückhalteflächen schaffen ein angenehmes und ökologisches Umfeld 

Wie geht es weiter?

Die Leitlinien und Maßnahmen aus der Studie fließen in die weitere Umsetzung und Vermarktung des Gewerbegebiets am Bahnhof Süd ein. Für die Entwicklungsfläche besteht bereits Planungsrecht durch den Bebauungsplan Nr. 250. Für eine Umsetzung der Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Bebauungsvarianten erarbeitet. 

 

Variante 1

Abbildung: Variante 1 Das klassische Gewerbegebiet (Quelle: BJP | Bläser Jansen Partner GbR / KRAFT.RAUM.)

 Variante 2

Variante 2

Abbildung: Variante 2 Das Zukunftsareal (Quelle: BJP | Bläser Jansen Partner GbR / KRAFT.RAUM.)


 Variante 3
Abbildung: Variante 3 Der Alleskönner (Quelle: BJP | Bläser Jansen Partner GbR / KRAFT.RAUM.)


Die Machbarkeitsstudie dienen außerdem als Vorbild für andere Gewerbeflächen in Recklinghausen und sollen helfen, städtische Entwicklung klimaangepasst und zukunftsfähig zu gestalten.

  Download der Studie

Download der Studie

 
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Wenn Sie Fragen zu der Machbarkeitsstudie grünblaues Gewerbe haben oder mehr darüber wissen möchten, können Sie sich an die Abteilung Stadtentwicklungsplanung wenden.


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