Geboren in Recklinghausen als Sohn eines ehemaligen arenbergischen Regierungsrates studierte er zu Beginn der 1830er-Jahre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rechtswissenschaften. Bracht war Mitglied einer studentischen Burschenschaft, die politische und verfassungsrechtliche Reformen in Preußen forderte und deren Aktivitäten 1835 zur polizeilichen Verfolgung und mehrmonatigen Inhaftierung Brachts führte. Nach vorzeitiger Haftentlassung nimmt Brachts seine Juristenausbildung wieder auf, 1842 folgt die Wahl in das Bürgermeisteramt in Recklinghausen, dessen erste Amtsjahre zunächst in wirtschaftlich verschlechterte Zustände, Preissteigerungen und in Hungerjahre (1845–1847) führten.
1847 entsteht mit der Gustav-Adolf-Kirche die erste evangelische Kirche im Vest Recklinghausen, zugleich beginnt damit die Erschließung des Areals jenseits der Altstadt. 1848/49 stand Bracht entschieden auf Seiten der anti-preußisch-revolutionären Bewegung (unter anderem durch Genehmigung und Unterstützung einer politischen Kundgebung auf dem Marktplatz), d.h. auf Seiten der Preußischen Nationalversammlung in Berlin und der Paulskirchen-Versammlung in Frankfurt, die für Preußen bzw. Deutschland Freiheitsrechte, Einigkeit, Demokratie und Parlamentarismus forderte. Daraus folgernd ab 1850 Konflikt mit dem konservativen preußischen Landrat von Reitzenstein nebst Disziplinarverfahren, Suspension und Amtsenthebung Brachts im Jahre 1850 durch das preußische Justizministerium, bis zu seinem Tod jedoch weiterhin kommunalpolitisches Engagement als Stadtverordneter.