Geboren in Hattingen-Blankenstein absolvierte Borggraefe von 1960 bis 1965 in Münster und Freiburg ein Lehramtsstudium für die Fächer Geschichte, Deutsch, Philosophie und stand anschließend im Schuldienst u.a. in Wattenscheid. Ab 1970 war er wissenschaftlicher Assistent bzw. Referent der NRW-Landtagsfraktion SPD; 1978–1984 Beigeordneter, 1984–1999 Stadtdirektor, 1998–1999 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Recklinghausen auf Grundlage des am 6. Mai 1994 verabschiedeten NRW-Gesetzes zur Änderung der Kommunalverfassung.
Langjähriges kommunalpolitisches Engagement für die Stadt Recklinghausen (u.a. für Errichtung des Gewerbegebietes Ortloh); Engagement für Reformierung der Ruhrfestspiele sowie für den Umbau bzw. die funktionale Erweiterung des Ruhrfestspielhauses 1990–2000; 1991–1998: Vorsitzender der Hochschulkommission Emscher-Lippe; Mitinitiator des Standortes Recklinghausen der Fachhochschule Gelsenkirchen sowie der NRW-Justiz-Akademie in Recklinghausen; ab 2000 Vorstandsengagement für die Ev. Stadtakademie Recklinghausen und für das Heinz-Kühn-Bildungswerk Köln/Dortmund. Borggraefe ist Mitbegründer der Städtepartnerschaft Recklinghausen (BRD)–Schmalkalden (DDR) im Herbst 1989 und Sammler umfangreicher historischer Bücherbestände (vor allem aus den Bereichen Bibeldrucke, Kirchengeschichte, Theologie, Judaistik), ferner Verfasser von wissenschaftlichen Publikationen zur Buch- und Regionalgeschichte.