
Bei einem dreitägigen Besuch einer vierköpfigen Delegation aus dem oberschlesischen Bytom in Recklinghausen ging es jetzt vorrangig um das Thema Revitalisierung und Nachfolgenutzung von alten Bergbauflächen.
Im Juni hatte ein erstes Treffen im Rahmen des von den Bytomer Partnern mit europäischen Mitteln gestarteten Projekts „Skarpa“ in Bytom stattgefunden. Skarpa ist der Namen eines Klettervereins, der sich mit europäischen Fördermitteln auf einer ehemaligen Bergbaufläche in Bytom angesiedelt hat. Der Investor des Vereins plant dort weitere Projekte, um den Standort weiterzuentwickeln.
Nach einem direkten Austausch der Bürgermeister beider Städte, wird es mehr solcher Treffen zwischen engagierten Bürger*innen und Vertreter*innen der Stadtverwaltungen geben – sowohl mit Bytom, als auch mit den übrigen Partnerstädten.
Das städtische Institut für Integration und interkulturelle Begegnungen, die BRÜCKE, sowie weitere städtische Abteilungen hatten für die Gäste aus Bytom ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das ehemalige Bergbaustandorte und deren Nachnutzung erlebbar machte. Die technische Beigeordnete Christina Kutschaty, die Fachbereichsleiter Hendrik Eßers (Standortentwicklung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) sowie Michael Brunsiek (Stadtplanung) und weitere Führungskräfte der Stadtverwaltung tauschten sich mit den Gästen aus.
Auf dem Programm standen Besuche des Trainingsbergwerks in Hochlarmark sowie des Fördermaschinenhauses der ehemaligen Zeche Klärchen. Mitglieder des Vereins für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e.V. gaben Einblicke in die Zechengeschichte. Besichtigt wurden auch die Schützenhalle der Bürgerschützengilde, der Tanzsaal des Tanzvereins VTG sowie die Drachenbrücke an der Halde Hoheward.
Tags darauf ging es zur ehemaligen Fläche der Zeche Blumenthal. Besichtigt wurde dort das Gelände der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR). KSR-Leiter Roland Wrobel und Markus Rengel (KSR-Abteilungsleiter Technik) gaben Einblicke in die vielfältigen Aufgabengebiete des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Recklinghausen. Auch der unter Denkmalschutz stehende Lokschuppen, der heute Bürostandort eines Unternehmens aus der Logistikbranche ist, diente als Beispiel für gelungene Nachnutzung. Zu guter Letzt stand ein Besuch des Ruhrfestspielhauses auf dem Programm, dessen Ursprung ebenfalls im Bergbau liegt.
Pressefoto: Die Gäste aus Bytom mit Investor Andreas Heppe, Hendrik Eßers (Fachbereichsleiter Standortentwicklung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing), Christian Wißing (Leiter Wirtschaftsförderung) sowie Stephanie Kusmierz und Himmetullah Caglan (Brücke) vor dem ehemaligen Blumenthal-Lokschuppen. Foto: Stadt RE