Stadt- und Vestisches Archiv

Lesesaal des Institutes für StadtgeschichteDas Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen gehört zu den bedeutendsten Kommunalarchiven Westfalens. Es ist der „Speicher der Vergangenheit“ und das „stoffgewordene“ Gedächtnis von Stadt und Vest Recklinghausen, ein Ort, an dem Geschichte in ihrem unmittelbaren schriftlichen Niederschlag aufbewahrt wird.

Zugleich ist das Stadtarchiv ein moderner Dienstleistungsbetrieb und ein offenes Forum für alle Geschichtsinteressierten der Stadt und der Region. Das Stadt- und Vestische Archiv sucht und pflegt Kooperation mit Forschenden, Lehrenden, Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Vereinen, Geschichtswerkstätten und allen historisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Im Erdgeschoss des Institutes für Stadtgeschichte steht Benutzern ein großzügig und modern gestalteter, von Tageslicht erhellter Lesesaal zur Verfügung, in dem ausführlich recherchiert und studiert werden kann. Für Projekt- und Arbeitsgruppen aller Art steht ein zusätzlicher Seminarraum bereit, in welchem gemeinsam und intensiv geforscht werden kann. Die aufgeschlossenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten gern und sachkundig. Die technische Ausstattung des Lesesaals gewährleistet eine zeitgemäße Nutzerfreundlichkeit:

  • beleuchteter Repro-Tisch mit Spiegelreflexkamera
  • Lesegeräte für 35mm-Rollfilme
  • Lesegeräte für Mikrofiches
  • Kopiergerät
  • Stromanschlüsse für Laptops

 

Urkaunde zur Verleihung der StadtrechteAufgaben
Neben den typisch archivischen Dienstleistungen der Bewahrung, Erschließung, Zugänglichmachung, Präsentation und Veröffentlichung von historischem Schriftgut verfolgt das Institut auch das Ziel, durch öffentlichkeitswirksame archiv- und museumspädagogische Veranstaltungen geschichtliche Inhalte zu vermitteln, auf seine Bestände und Exponate aufmerksam zu machen und sich als außerschulischer Lernort für Schüler aller Altersstufen zu präsentieren.

Zum Angebot des Hauses gehören auch Vorträge, Themen- und Wechselausstellungen zu zeitgeschichtlichen Fragen. Eine umfangreiche, für jedermann zugängliche Präsenzbibliothek mit über 35.000 Einheiten zu diversen geschichtlichen Themen und Epochen steht bereit.

Satzung und Benutzungsordnung für das Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen (Stand 2. März 2015)

 

Bestände
Kommunale Bestände
Grundlage der Archivtektonik bis Mitte der 1920er Jahre war die städtische Alt- und Kernüberlieferung, zum einen von der Stadtgründung (1236) bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (heute: Bestand I), zum anderen vom Ende der kurkölnischen Zeit bis zum Zeitalter der Hochindustrialisierung (Bestand II: circa 1800 bis 1900).

Abdruck StadtsiegelErst nach dem Zweiten Weltkrieg trat die Eigenschaft, hauptsächlich ein Historisches Archiv für das Vest Recklinghausen zu sein, gegenüber den Erfordernissen moderner Aktenverwaltung zurück: Erstmals in den 1970er Jahren wurden massenhaft Behördenakten des 20. Jahrhunderts bewertet und übernommen, circa 6.600 Akteneinheiten (um 1900 bis in die 1960er Jahre) bilden heute den uneingeschränkt zugänglichen Bestand III (Bestand IV, Behördenakten ab 1986, unterliegt jedoch gesetzlichen Sperr- und Schutzfristen).

Hinzu kommen Nachlässe, Sammlungen sowie umfangreiche Zeitungs- und Fotobestände.

Territoriale Bestände - (Zusatz-)Bezeichnung „Vestisches Archiv“
Bereits 1923/24 erfolgte ein umfangreicher Zugang von Akten und Urkunden betreffend die Herzoglich Arenbergische Herrschaft über das Vest Recklinghausen (1802 bis 1810, unter denen auch massenhaft Schriftgut aus kölnischer Zeit erhalten geblieben ist (12. Jahrhundert bis 1802).

Karte der Cölnischen Grafschaft Recklinckhusen1926 kamen die Akten des aufgelösten „Amts Recklinghausen“ (Landgemeinde Recklinghausen, 1837 bis 1926) hinzu, 1929 hat auch die Gräfliche Familie Westerholt einen umfangreichen Depositalbestand übergeben (enthält Urkunden ab Ende 13. Jahrhundert, Akten ab 15. Jahrhundert). Vor diesem Hintergrund bürgerte sich seit den 1920er Jahren die Bezeichnung „Stadt- und Vestisches Archiv“ ein.

Diese Alt- und Adelsbestände, die eine umfangreiche Territorialüberlieferung für die Regionalgeschichte zwischen Emscher und Lippe bereitstellen, veranlassten 1986 den Eintrag in die beim Bundesminister der Justiz geführten Liste der national wertvollen Archive. Hier geht es zur detaillierten Beständeübersicht

Geschichte
1922 als eigenständiges städtisches Institut gegründet, bestand von Anfang an eine enge Verbindung zwischen Stadtarchiv und Vestischem Museum, das aus der Sammlungstätigkeit des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen e.V. erwachsen ist und ebenfalls 1922 in die Öffentlichkeit trat. Mit der Einrichtung des Stadtarchivs (zunächst dem Oberbürgermeister direkt unterstellt, ab 1960 dem Kulturamt, ab 1999 dem Fachbereich für Kultur und Weiterbildung zugeordnet) erfolgte die Verlagerung des historischen Schriftguts aus dem Kellerbereich des Rathauses ins Erdgeschoss des Gymnasiums Petrinum am Herzogswall. 1939 kam es zur erneuten Verlegung in den sogenannten Stephansturm (Teil der erhalten gebliebenen Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert).

Nach zwischenzeitlicher Standortverlagerung an die Halterner Straße 4 (1961 bis 1986) vollzog sich anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums im Jahre 1986 die vollständige Neueinrichtung des Stadtarchivs im ehemaligen AOK-Verwaltungsgebäude an der Hohenzollernstraße 12.

Seit Herbst 2010 besteht an Ort und Stelle eine organisatorische und funktionale Einheit zwischen Stadtarchiv und ehemaligem Vestischem Museum unter der gemeinsamen Bezeichnung „Institut für Stadtgeschichte“, das nunmehr eine archivische und eine museale Abteilung beinhaltet. 2011 erfolgte die Neugestaltung des Instituts nach umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten insbesondere im Lesesaalbereich (ab 2012: modern eingerichtete Arbeitsplätze für maximal 30 Archivbenutzer).

Ansprechpartner/innen

Hier finden Sie noch eine Übersicht über Publikationen des Stadtarchivs.

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