Aktuelles Recklinghausen

... Gabriele Steuer, gemeinsam mit der Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe den diesjährigen Equal Pay Day um 18.30 Uhr im Glashaus Herten, Hermannstraße 16 in 45669 Herten.
„Mind the Gap!“ hört man auf englischen Bahnhöfen und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Meide den Abstand/die Lücke!“ Das scheint im Hinblick auf wertgleiche Bezahlung nicht so einfach. Die strukturellen Ursachen, die in Kunst und Kultur zu dem eklatanten Gender Pay Gap von über 30 Prozent führen, zeigen wie durch ein Vergrößerungsglas die gleichen strukturellen Ursachen, die gesamtgesellschaftlich ergeben, dass Frauen im Schnitt 18 Prozent weniger verdienen.
Unter dem Motto „Die Kunst der gleichen Bezahlung“ präsentiert die Equal Pay Day Kampagne Lösungsmöglichkeiten für mehr Lohngerechtigkeit in Kunst und Kultur, die wegweisend für die gesamte Arbeitswelt sind.
Zur Veranstaltung: Die Kabarettistinnen Senay Duzcu und Lisandra Bardel begleiten durch den Abend und bringen das Thema gleiche Bezahlung und das Sichtbarsein von Frauen in der Kunst zur Sprache. Interessierte können sich auf einen unterhaltsamen, aber auch kritischen Abend freuen mit kleinem Imbiss in der Pause. Im Foyer des Glashauses ist eine Ausstellung regionaler Künstlerinnen zu sehen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und ist kostenfrei. Es wird um Anmeldung per E-Mail an a.mielke(at)herten.de und gleichstellungsstelle(at)recklinghausen.de oder telefonisch unter 02366/303487 gebeten.
Zum Equal Pay Day
Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, der laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent in Deutschland beträgt. Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Noch drastischer als im bundesdeutschen Durchschnitt ist der Einkommensabstand zwischen Männern und Frauen in der Kunst und Kulturbranche – hier sind es 30 Prozent.
Foto: Copyright by FAGEL +, Lara Witthaupt