Aktuelles Recklinghausen

Titel
Trainingsbergwerk Recklinghausen soll erhalten bleiben
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Von links: Bürgermeister Christoph Tesche, RAG-Direktor Stefan Hager und Wirtschaftsminister Garrelt Duin
Einleitung
Das NRW-Wirtschaftsministerium, die Stadt Recklinghausen und die RAG haben vereinbart, dass sie sich für den Erhalt des Trainingsbergwerks in Recklinghausen-Süd einsetzen wollen.
Haupttext


Das haben Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche und RAG-Direktor Stefan Hager bei einem Besuch des Trainingsbergwerks erklärt.

Gemeinsam haben sie das Trainingsbergwerk besichtigt. In einer ursprünglich mal als Bunker genutzten Einrichtung innerhalb eines Haldenkörpers ist der Bergbau original abgebildet. Hier finden sich alle technischen Einrichtungen wie Vortriebs- und Produktionsmaschinen oder Anlagen zur Logistik. Hier wurden junge Bergleute ausgebildet, berufliche Weiterbildung und Schulungen durchgeführt.

Daneben haben Viele Besucher das Trainingsbergwerk besichtigt. Seit Beginn der 1990er Jahre waren es rund 130.000 Besucher, denen so die Produktionsabläufe im Steinkohlenbergbau eindrucksvoll präsentiert werden konnten. Denn hier sind Altersbegrenzungen, wie sie bei regulären Grubenfahrten in den Tiefenbergbau vorgeschrieben sind, aufgehoben. Ebenso muss hier nicht der Explosionsschutz beachtet werden, der unter Tage gilt. Das hat auch dazu geführt, dass bereits zahlreiche TV-Produktionen in Recklinghausen stattgefunden haben.

Die RAG hat nicht die Mittel und Möglichkeiten, das Trainingsbergwerk nach Beendigung der Steinkohlenproduktion 2019 weiter zu betreiben. Deswegen haben sich Partner zusammen gefunden, die ebenso Interesse daran haben, das Trainingsbergwerk zu erhalten. Das NRW-Wirtschaftsministerium mit der Bezirksregierung Arnsberg, die Stadt Recklinghausen und die RAG werden nun gemeinsam erarbeiten, wie die konkrete Zukunft der Einrichtung aussehen und wer das „Bergwerk” betreiben könnte. Interesse am Erhalt angemeldet haben auch die Bergbaumaschinenhersteller aus NRW – gemeinsam mit dem Netzwerk Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur NRW.

So bliebe zumindest ein „Trainingsbergwerk”, um auch weiterhin Maschinen zu testen und Schulungen durchzuführen. Und natürlich könnten dann auch weiterhin viele Besucher einen Blick in die „Unter-Tage-Welt” werfen – auch ohne Zugang zur Lagerstätte.

Trainingsbergwerk Recklinghausen
In der Halde auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Recklinghausen II befindet sich das Trainingsbergwerk der RAG. Mit 1.200 Metern Strecke, unterschiedlichen Gewinnungseinrichtungen, Streckenvortrieben und einem Schacht wird hier die Untertagewelt wirklichkeitsnah dargestellt. Im Trainingsbergwerk sind die wichtigsten Maschinen und Einrichtungen von der Vorleistung über die Gewinnung sowie den Transport bis hin zu Kommunikations- und Steuerungseinrichtungen auf überschaubarem Raum konzentriert. Die RAG nutzt die Einrichtung insbesondere, um Fachkräfte unter realistischen Bedingungen zu schulen. Sogar ein Schacht mit 17 Metern Tiefe steht für Schulungszwecke zur Verfügung.

Auch für Forschungsvorhaben bietet das Trainingsbergwerk gute Bedingungen: Beispielsweise entwickele hier ein Konsortium von acht europäischen Unternehmen unter der Federführung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ein Kollisionswarnsystem für den internationalen Bergbau. Auch das Deutsche Zentrum für LUH- und Raumfahrt testete im Trainingsbergwerk in Kooperation mit der RAG ein innovatives Schachtinspektionssystem mit Hightech-Modulen für den Altbergbau.

Darüber hinaus diente das Trainingsbergwerk schon vielfach als Location für Filmaufnahmen. Gedreht wurden hier beispielsweise Szenen für „Das Wunder von Bern”, „Alarm für Cobra 11” oder „Der letzte Bulle”.

Ursprünglich entstand das „Grubengebäude“ in der Abraumhalde des 1870 abgeteuften Schachtes „Clerget”, im Volksmund auch „Klärchen” genannt. Die Anlage wurde erst später in „Recklinghausen II” umfirmiert und förderte von 1875 bis zur Stilllegung 1972 Steinkohle. Die in der Halde aufgefahrenen Strecken dienten im zweiten Weltkrieg als Lazarett und Luftschutzbunker und wurden danach lange Zeit nicht genutzt. Seit dem Jahr 1975 diente das Trainingsbergwerk dann der RAG als Schulungsstätte. Bis zum Jahr 2003 fuhren Auszubildende in der Halde noch rund 250 Meter Strecke auf. Heute empfängt das Trainingsbergwerk rund 6.000 Besucher pro Jahr und es finden Übungen im Rahmen der beruflichen Fortbildung und Schulungen mit bis zu 100 Personen am Tag statt. Dafür bietet die Anlage neben realistischen unter Tage-Bedingungen auch zwei moderne Multimediaräume und verschiedene Seminarräume.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen,  RAG und Stadt Recklinghausen

Weitere Informationen:
Datum
18.05.2017


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