Aktuelles Recklinghausen

Titel
Verwaltung weist auf Einhaltung von Regeln in Waldgebieten hin
Bild
Das Rathaus der Stadt Recklinghausen. Foto: Stadt RE/Marcel Blank
Einleitung
Ein kürzlich im Schimmelsheider Park tot aufgefundenes Rehkitz nimmt die Stadt Recklinghausen zum Anlass, auf die geltenden Verhaltensregeln in den Waldgebieten des Stadtgebiets hinzuweisen.
Haupttext


Insbesondere während der Brut- und Setzzeit in den Monaten Juni und Juli benötigen Wildtiere besonderen Schutz.

Der für den Schimmelsheider Park zuständige Jagdausübungsberechtigte geht nach dem Fund des Kitzes davon aus, dass das Jungtier möglicherweise von Hunden gehetzt wurde. Die am Tier festgestellten Spuren deuten darauf hin.

Die Stadt weist deshalb darauf hin, dass Hunde in Waldgebieten wie dem Schimmelsheider Park oder dem Hohenhorst abseits der offiziellen Wege angeleint werden müssen. Wer gegen diese Regelung verstößt, muss mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen.

„Gerade während der Brut- und Setzzeit können freilaufende Hunde für Wildtiere und deren Nachwuchs eine erhebliche Gefahr darstellen“, erklärt der Jagdausübungsberechtigte. Gleichzeitig könne das Ableinen auch Risiken für die Hunde selbst und andere Verkehrsteilnehmer mit sich bringen. Folgt ein Hund seinem Jagdtrieb und lässt sich nicht mehr abrufen, kann dies insbesondere beim Überqueren stark befahrener Straßen wie der Alten Grenzstraße oder des Bruchwegs zu gefährlichen Situationen und Unfällen führen.

Der Jagdausübungsberechtigte appelliert außerdem an Spaziergänger*innen, vermeintlich verlassene Rehkitze nicht anzufassen. Rehkitze werden von ihren Müttern häufig über längere Zeit allein im hohen Gras oder im Unterholz abgelegt, während diese auf Nahrungssuche sind. Dies ist ein natürliches Verhalten und kein Hinweis darauf, dass das Tier verlassen wurde.

Wer ein Rehkitz berührt, hinterlässt menschlichen Geruch am Tier. Dies kann dazu führen, dass die Ricke ihr Jungtier nicht mehr annimmt. Für das Kitz ist die fehlende Betreuung durch das Muttertier das Todesurteil.

Wer den Eindruck hat, ein Wildtier sei verletzt oder tatsächlich hilflos, sollte Abstand halten und die Feuerwehr oder die Polizei informieren. Diese nehmen bei Bedarf Kontakt zum zuständigen Jagdausübungsberechtigten auf.

Die Erste Beigeordnete und Stadtkämmerin Silke Ehrbar-Wulfen appelliert in diesem Zusammenhang an die Verantwortung aller Besucher*innen der Waldgebiete: „Der Tod eines jungen Rehkitzes macht betroffen. Auch wenn die genauen Umstände noch untersucht werden, zeigt dieser Vorfall, wie sensibel unsere heimische Tierwelt gerade in der Brut- und Setzzeit ist. Ich bitte alle Bürger*innen herzlich, beim Besuch unserer Waldgebiete besondere Rücksicht auf die Natur und ihre Bewohner zu nehmen. Oft genügt schon ein wenig Aufmerksamkeit, um Tiere vor unnötigem Stress, Verletzungen oder sogar dem Tod zu bewahren."

Datum
06.07.2026


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