
Die Stadt richtet traditionell eine Gedenkfeier vor dem Ehrenmal am Lohtor aus, die um 11 Uhr beginnt. Bürgermeister Axel Tschersich lädt alle Bürger*innen, Vereine und Verbände ein, gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken.
„Die weiterhin andauernden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten geben dem Volkstrauertag auch in diesem Jahr eine besondere Aktualität“, erklärt Tschersich, der die Gäste vor dem Ehrenmal am Lohtor begrüßen wird. „Gerade in einer Zeit, in der Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, wollen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit und Verständigung setzen.“
Die Gedenkansprache vor dem Ehrenmal hält in diesem Jahr der katholische Pastoralreferent Matthias Grammann. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Saxophonensemble der städtischen Musikschule. Mit Textbeiträgen sind außerdem Schüler*innen des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs vertreten.
„Wir gestalten den Volkstrauertag bewusst so, dass sich auch junge Menschen angesprochen fühlen“, betont Tschersich. „Das Gedenken erinnert nicht nur an die Vergangenheit, sondern lädt dazu ein, über Frieden und Verantwortung nachzudenken und selbst aktiv zu werden. Der Volkstrauertag und unsere Gedenkveranstaltung am Lohtor ermutigen dazu, sich mit den Folgen von Krieg und Gewalt auseinanderzusetzen und gleichzeitig Hoffnung und Engagement für den Frieden zu stärken. Ich würde mich freuen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger durch ihre Teilnahme dieses Anliegen unterstützen.“
Seinen Ursprung hat der Volkstrauertag im Jahre 1919. Damals wurde der Tag vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) als Gedenktag für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges vorgeschlagen. Bis heute erinnert der Volkstrauertag an die Kriegstoten sowie Opfer von Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen
Seit mehr als 100 Jahren setzt sich der VDK für den Erhalt und die Pflege von Gräbern der Opfer von Krieg und Gewalt ein. Auch in diesem Jahr wird der gemeinnützige Verein, der seine Arbeit zu fast Dreivierteln aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, im Nachgang zum Volkstrauertag im Palais Vest Bürger*innen mit der Sammeldose um Unterstützung bitten. Vorsitzender des Ortsverbandes ist Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders, der dann auch selbst am Samstag, 29. November, ab 11 Uhr sammeln wird.