Die Teilnahme am Vortrag ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an stadtgeschichte(at)recklinghausen.de ist erwünscht.
Im Jahr 775 – Karl der Große war als Frankenkönig erst sieben Jahre im Amt – fand die Bezeichnung „westfalaos“ in den sog. Fränkischen Reichsannalen erstmals offizielle Erwähnung – zunächst für Menschen, dann auch für eine Landschaft.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nimmt dieses Jubiläum zum Anlass daran zu erinnern, wie wir wurden, was wir sind. Die zentrale Ausstellung, die zurzeit in der Kaiserpfalz in Paderborn zu sehen ist, wird von einem vielfältigen Kulturprogramm aus Kunst, Geschichte, Literatur, Musik und vielem mehr begleitet.
Dieser Vortrag begibt sich ganz losgelöst davon auf die Suche nach dem Wesen des Westfälischen: Er skizziert die historischen Verläufe, betont die Wendepunkte und versucht das, was Westfalen nun einmal ausmacht, in Worte zu fassen.
Der strukturelle Mangel an dynastischer Tradition korrespondiert mit einer Vielgestaltigkeit der Einzelregionen – was sich am Beispiel des Vestes Recklinghausen sehr schön zeigen lässt. Aber es geht auch um Vorurteile und Klischees, um Fremd- und Selbstwahrnehmung. Hier kommt dann der ewige Counterpart ins Spiel: Das Rheinland. An ihm misst sich Westfalen von Beginn an. Also: Wer sind wir?
Volker Jakob leitete als wissenschaftlicher Referent von 1982 bis 2015 das Bild-, Film- und Tonarchiv im LWL-Medienzentrum für Westfalen und veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Fotografie- und Regionalgeschichte Westfalens. Seine Beiträge sind unter anderem im Kulturmagazin „Westfalenspiegel“ und im Jahrbuch der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlands erschienen.
Foto: privat